Hörgerät beim Sport schützen: Darauf kommt es an
- Batterie oder Akku sind zwar gut vor Feuchtigkeit geschützt. Doch so ein Hörgerät hat auch offene Bauteile - deshalb ist bei schweißtreibenden Sporteinheiten etwas Vorsicht gut.
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Hörgerät beim Sport schützen. Mit dem passenden Schutz lassen sich Schweiß, Verrutschen und Feuchtigkeit beim Training meist gut in den Griff bekommen. Gerade bei Joggen, Teamsport oder Reiten hilft das Hörsystem im Alltag oft weiter, wenn Zurufe und Umgebungsgeräusche wichtig bleiben.
Schweiß kann für Hörgeräte zum Problem werden, weil Feuchtigkeit die empfindliche Elektronik beschädigen kann. "Ein Stirnband, eine Mütze oder ein Cap - je nach Sportart - kann Schweiß abfangen, bevor er die empfindliche Technik erreicht", rät Eberhard Schmidt, Präsident der Bundesinnung der Hörakustiker.
Praktisch ist ein Stirnband laut Schmidt auch deshalb, weil es das Hörsystem an Ort und Stelle hält. Das kann bei schnellen Bewegungen etwa beim Joggen oder Reiten helfen. Zu eng sollte es aber nicht sitzen, sonst können Druckstellen und Störgeräusche entstehen.
Viele Sportarten sind mit Hörgerät problemlos möglich
Bei den meisten Sportarten ist das Tragen eines Hörgeräts kein Problem. 2Gerade bei Teamsportarten, bei denen es wichtig ist, Zurufe der Teamkollegen zu hören oder bei Sportarten, bei denen die Kommunikation zwischen Trainer und Sportler unverzichtbar ist, ist gutes Hören entscheidend", so Schmidt.
Zurückhaltung ist vor allem bei Kampfsportarten sinnvoll, bei denen enger und plötzlicher Körperkontakt zum Training gehört. Ein Schlag aufs Ohr kann Verletzungen verursachen und auch das Gerät beschädigen. Auch beim Schwimmen bleibt das Hörsystem besser draußen. 2Hörsysteme sind in der Regel spritzwassergeschützt, doch zu viel Feuchtigkeit tut der Elektronik nicht gut", sagt Schmidt.
Beim Musikstreaming bleibt die Umgebung wichtig
Wer beim Laufen oder Training Musik oder Podcasts hören möchte, kann das bei vielen Geräten per Bluetooth direkt über das Hörsystem erledigen. Draußen unterwegs bleibt es aber wichtig, Autogeräusche, Fahrradklingeln und andere Umgebungsgeräusche weiter wahrzunehmen. Das lässt sich über die Einstellungen des Hörgeräts anpassen.
Vor längeren Einheiten kann außerdem ein geladener Akku helfen, weil Streaming mehr Energie verbraucht. Nach dem Training empfiehlt sich vor dem Duschen das Abnehmen des Hörsystems. Danach kann das Gerät mit einem weichen, fusselfreien Tuch gereinigt und in einer Trockenbox getrocknet werden. So sinkt das Risiko für Feuchtigkeitsschäden im Alltag deutlich. dpa/red
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |