Hitzewelle in Baden‑Württemberg: Bis zu 42 Grad am Samstag möglich
- Neue Hitzerekorde stehen bevor. (Archivbild)
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Baden Württemberg. Im Südwesten erreicht die aktuelle Hitzewelle ihren Höhepunkt. In Baden Württemberg könnten am Samstag, 27. Juni, Temperaturen von bis zu 42 Grad gemessen werden. Meteorologen rechnen damit, dass mehrere bisherige Rekordwerte fallen.
Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes wurde bereits am Donnerstag, 25. Juni, ein neuer Juni Rekord aufgestellt. In Waghäusel Kirrlach im Kreis Karlsruhe wurden nach vorläufigen Daten 39,0 Grad gemessen. Damit wurde der bisherige Juni Höchstwert von 38,9 Grad aus Mannheim übertroffen.
Allzeit Rekord am Samstag möglich
Am Samstag, 27. Juni, steuert die Hitzewelle nach Einschätzung des Deutschen Wetterdienstes auf ihren Höhepunkt zu. In vielen Niederungen werden 37 bis 41 Grad erwartet. In der Kurpfalz sind lokal sogar bis zu 42 Grad möglich.
Der bisherige Jahreshöchstwert für Baden Württemberg liegt bei 40,3 Grad. Dieser wurde am 20. Juli 2022 in Bad Mergentheim gemessen. Meteorologen halten es für wahrscheinlich, dass dieser Wert übertroffen wird. Ein Experte des Wetterdienstes spricht von einer außergewöhnlichen Serie an Hitzewarnungen. Bereits seit neun Tagen in Folge bestehen Warnungen vor Hitze oder extremer Hitze.
Auch in der Nacht zum Sonntag, 28. Juni, bleibt es ungewöhnlich warm. Die Temperaturen sinken vielerorts kaum unter 20 Grad. Solche tropischen Nächte können den Körper zusätzlich belasten.
Mehr Patienten wegen Hitze in Kliniken
Krankenhäuser im Südwesten melden bereits steigende Patientenzahlen. In der Notaufnahme des Universitätsklinikums Freiburg kamen zuletzt rund die Hälfte der Patienten wegen Hitzebeschwerden. Dazu zählen Kreislaufprobleme, Flüssigkeitsmangel oder Sonnenstiche.
Auch aus Stuttgart berichten Ärzte von mehr Fällen in den Notaufnahmen. Besonders Kinder werden laut dem Olgahospital häufiger wegen Austrocknung oder Hitzeerschöpfung behandelt.
Sportveranstaltungen und Termine abgesagt
Angesichts der extremen Temperaturen rufen Behörden und Politik zu Vorsicht auf. Sportministerin Theresa Schopper empfiehlt, Sportveranstaltungen vor allem für Kinder und Jugendliche anzupassen.
- Wettbewerbe möglichst in die frühen Morgenstunden legen
- Veranstaltungen bei extremer Hitze verschieben
- Ausdauerbelastungen am Nachmittag vermeiden
Der für Samstag geplante Bevölkerungsschutztag in Freiburg wurde wegen der Hitze komplett abgesagt. Innenminister Manuel Hagel erklärte, Einsatzkräfte sollten in dieser Lage vor allem für mögliche Notfälle bereitstehen.
Gewitter und Unwetter zum Sonntag möglich
Am Sonntag, 28. Juni, bleibt es zunächst heiß mit Höchstwerten zwischen 31 und 38 Grad. Im Laufe des Tages steigt jedoch die Gewittergefahr deutlich an. Meteorologen warnen vor möglichen Unwettern mit Starkregen, Hagel und Sturmböen.
In der Nacht zum Montag, 29. Juni, können örtlich kräftige Gewitter über Baden Württemberg ziehen. Danach wird es etwas kühler. Die Temperaturen liegen zum Wochenstart meist zwischen 26 und 31 Grad und bleiben damit weiterhin sommerlich warm. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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