Hitzewarnung in Baden-Württemberg: Bis zu 39 Grad möglich
- Wetterexperten halten am Sonntag oder Montag auch einen Juni-Temperatur-Rekord für möglich.
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Baden-Württemberg. In Baden-Württemberg steht eine außergewöhnlich starke Hitzewelle bevor. Schon ab Donnerstag, 18. Juni, steigen die Temperaturen deutlich. Zum Wochenende könnten im Oberrheingraben sogar Werte nahe dem bisherigen Juni-Rekord erreicht werden.
Nach Prognosen des Deutschen Wetterdienstes sind besonders Regionen entlang des Rheins betroffen. Dort sind bis zu 39 Grad möglich. Der bisherige Höchstwert für einen Juni liegt bei 38,9 Grad. Gemessen wurde er am 30. Juni in Mannheim.
Temperaturen steigen Schritt für Schritt
Die Hitze baut sich im Südwesten über mehrere Tage auf.
- Donnerstag, 18. Juni. Im Bergland und im Allgäu bis zu 31 Grad. Am Oberrhein bis zu 37 Grad.
- Freitag, 19. Juni. Weitere Erwärmung auf etwa 32 bis 38 Grad.
- Wochenende ab Samstag, 20. Juni. Besonders im Breisgau sowie rund um Freiburg, Offenburg, Karlsruhe und Mannheim sind Spitzenwerte möglich.
Zusätzlich erwarten Meteorologen verbreitet tropische Nächte. Dabei sinken die Temperaturen nachts kaum unter 20 Grad.
Auslöser ist Hoch „Gorgias“, das sich über Mitteleuropa festsetzt und für viel Sonne und trockene Luft sorgt. Solche Werte gelten für Mitte Juni als ungewöhnlich. Vergleichbare Hitze tritt in Baden-Württemberg meist erst im Hochsommer auf.
Gesundheitsminister warnt vor Risiken
Angesichts der erwarteten Hitze ruft Baden-Württembergs Gesundheitsminister Oliver Hildenbrand zu Vorsicht auf. „Die bevorstehende Hitzewelle ist kein bloßes Sommerphänomen, sondern ein ernstzunehmendes Gesundheitsrisiko“, sagte er.
Besonders gefährdet sind laut Deutschem Wetterdienst ältere und pflegebedürftige Menschen. Auch Säuglinge, Schwangere und obdachlose Menschen gelten als Risikogruppen.
- Mittagssonne möglichst meiden.
- Regelmäßig trinken. Etwa alle ein bis zwei Stunden ein Glas Wasser.
- Warnzeichen wie Schwindel oder Verwirrtheit ernst nehmen.
- Wohnräume tagsüber abdunkeln und nachts lüften.
- Arm- und Fußbäder zur Abkühlung nutzen. Das Wasser sollte nicht zu kalt sein.
Auch der vergangene Juni war außergewöhnlich warm
Schon im vergangenen Jahr fiel der erste meteorologische Sommermonat deutlich zu warm aus. Mit einer Durchschnittstemperatur von 19,8 Grad belegte der Juni laut Deutschem Wetterdienst den zweiten Platz in der Messgeschichte. Wärmer war es nur im Extremjahr 2003. Damals wurde in Freiburg auch der bis heute gültige Hitzerekord für Baden-Württemberg aufgestellt.
Der absolute Landesrekord von knapp 40 Grad dürfte nach aktueller Prognose diesmal jedoch wohl nicht erreicht werden. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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