Hitze und Ozon in Rheinland-Pfalz: Spitzenwerte werden seltener

Wenig Wind, hohe Temperaturen, hohe Strahlungsintensität der Sonne - das sind die Zutaten, die bei gewissen chemischen Zusammensetzungen zu hohen Ozonwerten führen können. (Archivbild) | Foto: Hannes P. Albert/dpa
  • Wenig Wind, hohe Temperaturen, hohe Strahlungsintensität der Sonne - das sind die Zutaten, die bei gewissen chemischen Zusammensetzungen zu hohen Ozonwerten führen können. (Archivbild)
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Rheinland Pfalz. Trotz Hitzeperioden bleibt die Ozonbelastung für viele Menschen im Land meist unter kritischen Werten. Nach Angaben des Landesamts für Umwelt in Mainz treten sehr hohe Ozonkonzentrationen inzwischen deutlich seltener auf.

Grund ist vor allem ein Rückgang von Stickstoffoxiden in der Luft. Diese Stoffe spielen bei der Bildung von Ozon eine wichtige Rolle. Laut Landesamt sind die Konzentrationen in den vergangenen Jahren deutlich gesunken.

Nur wenige Überschreitungen in aktueller Hitzephase

Während der aktuellen Hitzetage wurden bislang nur zwei Überschreitungen der Informationsschwelle registriert. Diese liegt bei 180 Mikrogramm Ozon pro Kubikmeter Luft.

Am Dienstag, 23. Juni, meldete um 15 Uhr keine Messstation in Rheinland Pfalz Werte über dieser Marke. Der höchste Messwert wurde mit 154 Mikrogramm am Marktplatz in Wörth registriert. Nach Einschätzung der Fachleute sind solche Werte bei starker Sonneneinstrahlung und wenig Wind im Hochsommer normal.

Früher häufiger landesweite Belastung

Nach Angaben des Landesamts waren bei ähnlichen Wetterlagen früher deutlich öfter hohe Ozonwerte gemessen worden. Landesweite Überschreitungen der Informationsschwelle seien damals keine Seltenheit gewesen.

Ozon entsteht tagsüber durch einen komplexen chemischen Prozess. Dafür müssen mehrere Faktoren zusammenkommen. Dazu zählen Kohlenwasserstoffe, Stickoxide, starke Sonneneinstrahlung und hohe Temperaturen. Weil eine dieser Komponenten heute seltener in hoher Konzentration vorkommt, steigen auch die Ozonwerte seltener stark an.

Verkehr spielt wichtige Rolle

Der Straßenverkehr gilt laut Umweltbundesamt als größte Quelle für Stickoxid Emissionen. Der Rückgang wird unter anderem mit Tempolimits, Fahrverboten und saubereren Bussen im Nahverkehr erklärt.

Die höchsten Ozonwerte messen Fachleute meist an städtischen Stationen, die nicht direkt an stark befahrenen Straßen liegen, aber dennoch vom Verkehr beeinflusst werden. Beispiele in Rheinland Pfalz sind Messstationen in Speyer, Ludwigshafen Oppau, Mainz Mombach, Neuwied Hafenstraße und Trier Pfalzel.

Ab einer Ozonkonzentration von 180 Mikrogramm empfehlen Behörden Kindern, Jugendlichen und empfindlichen Menschen, anstrengende Aktivitäten im Freien zu vermeiden. Ab 240 Mikrogramm gilt diese Empfehlung für alle Bürgerinnen und Bürger. dpa/red

Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

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