Hitze im Südwesten: Fünf kühle Ausflugsziele in Baden Württemberg
- Höhlen bieten ideale Ausflugsziele bei Hitze. (Archivbild)
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Baden-Württemberg. Wenn die Temperaturen Richtung 35 Grad steigen, werden schattige Wälder, kühle Höhlen oder alte Klostermauern zu beliebten Zielen für einen Tagesausflug. Im Südwesten gibt es mehrere Orte, an denen es selbst während einer Hitzewelle deutlich angenehmer bleibt.
Eine Orientierung bietet seit dem vergangenen Sommer die App „Kühle Orte in Baden Württemberg“. Sie listet landesweit mehr als 4.000 Plätze, die Abkühlung versprechen. Dazu gehören Parks, Trinkbrunnen, klimatisierte Museen oder schattige Naturziele. Hinter dem Projekt steht die Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg.
Mehr als 1.000 Einträge betreffen Orte mit direkter Erfrischung wie Trinkbrunnen, Nebelduschen oder natürliche Wasserstellen an Seen und Flüssen. Hinzu kommen hunderte schattige Ausflugsziele sowie viele kühle Innenräume.
Eine Auswahl von fünf Orten im Land, die auch an heißen Tagen Abkühlung bieten.
Bärenhöhle auf der Schwäbischen Alb
Tief unter der Schwäbischen Alb liegt bei Sonnenbühl im Landkreis Reutlingen eine der bekanntesten Schauhöhlen der Region. Die Bärenhöhle ist etwa 270 Meter lang und entstand aus zwei Höhlensystemen, die heute verbunden sind.
Im Inneren herrschen das ganze Jahr Temperaturen von etwa acht bis zehn Grad. Selbst an heißen Sommertagen wird daher warme Kleidung empfohlen. Bekannt wurde die Höhle durch Funde von Knochen des Höhlenbären.
Nonnenmattweiher im Südschwarzwald
Der Nonnenmattweiher liegt auf rund 900 Metern Höhe nahe Neuenweg im Naturpark Südschwarzwald im Landkreis Breisgau Hochschwarzwald. Der kleine Karsee gilt als ruhige Alternative zu bekannten Badeseen wie Titisee oder Schluchsee.
Eine Besonderheit ist eine schwimmende Torfinsel. Der See ist frei zugänglich. Baden ist in einer ausgewiesenen Badebucht auf eigene Verantwortung möglich. Ein rund einstündiger Rundweg führt überwiegend im Schatten um das Gewässer.
Kloster Maulbronn im Kraichgau
Das Kloster Maulbronn im Enzkreis gehört zum Unesco Welterbe und gilt als eine der am besten erhaltenen Klosteranlagen nördlich der Alpen. Die Anlage entstand vor rund 850 Jahren.
Die dicken Mauern der ehemaligen Zisterzienserabtei wirken im Sommer wie eine natürliche Klimaanlage. Kreuzgänge, Innenräume und Innenhöfe bleiben selbst an heißen Tagen vergleichsweise kühl. Auf dem weitläufigen Gelände befinden sich außerdem Brunnen, ein Klostersee und schattige Plätze.
Felsenmeer Albstadt auf der Schwäbischen Alb
Beim Albstädter Stadtteil Burgfelden im Zollernalbkreis liegt ein Naturdenkmal aus großen Kalksteinblöcken. Das sogenannte Felsenmeer entstand vor Jahrtausenden durch Verwitterung.
Ein Wanderweg führt über und zwischen den moosbewachsenen Felsen. Die umliegenden Buchen und Tannen spenden viel Schatten. Das Gebiet gilt als ruhiges Ausflugsziel abseits stark besuchter Touristenorte.
Wutachschlucht im Südschwarzwald
Die Wutachschlucht gehört zu den eindrucksvollsten Schluchtenlandschaften im Süden Deutschlands. Auf rund 33 Kilometern hat sich der Fluss Wutach tief in die Landschaft des Schwarzwaldes eingeschnitten.
Steile Felswände, alte Buchenwälder und zahlreiche Wasserläufe sorgen für ein deutlich kühleres Mikroklima als in den Tälern der Rheinebene. Viele Wanderwege führen durch die Schlucht. Teilweise sind sie anspruchsvoll. Festes Schuhwerk gilt als wichtig. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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