Herzkrankheit: Diese Schritte helfen gegen Angst und Stress

Die psychische Gesundheit ist eng mit der Herzgesundheit verbunden. | Foto: dpa
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Herzkrankheit. Wer mit einer Herzerkrankung lebt, kämpft oft nicht nur mit körperlichen Beschwerden. Auch Sorgen, Anspannung oder depressive Stimmung können den Alltag stärker belasten. Fachleute weisen darauf hin, dass Herzgesundheit und seelisches Wohlbefinden eng zusammenhängen.

Darauf macht die Stiftung Gesundheitswissen aufmerksam. Symptome wie Brustschmerzen oder Atemnot werden häufig von Angst begleitet. Nach einer Diagnose müssen viele Betroffene zudem ihren Alltag neu organisieren, etwa wegen körperlicher Einschränkungen im Beruf oder in der Freizeit.

Diese Veränderungen können seelische Anpassungsprobleme auslösen. In manchen Fällen entwickeln sich psychische Erkrankungen. Typische Anzeichen können sein:

  • anhaltende Ängste
  • Vermeidung von körperlicher Anstrengung aus Sorge vor Beschwerden
  • Angst vor möglichen Nebenwirkungen von Medikamenten
  • wiederkehrende Sorgen wegen der Erkrankung
  • Konzentrationsprobleme oder schlechter Schlaf

Nach Einschätzung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie gilt die psychische Gesundheit selbst als wichtiger Faktor für Herzkrankheiten. Depressionen oder andere psychische Störungen können das Risiko für Herzprobleme erhöhen und den Verlauf einer bestehenden Erkrankung ungünstig beeinflussen.

Stabile Psyche kann den Krankheitsverlauf beeinflussen

Um einen solchen Belastungskreislauf zu durchbrechen, nennen Fachleute mehrere Ansatzpunkte.

  • Ängste offen ansprechen: Wenn Sorgen, Niedergeschlagenheit oder Antriebslosigkeit länger als etwa zwei Wochen anhalten, kann ein Gespräch in der Hausarztpraxis oder in der Kardiologie helfen. Dort lässt sich klären, ob psychotherapeutische Unterstützung sinnvoll ist.
  • Körperlich aktiv bleiben: Bewegung wirkt sich positiv auf Herz und Stimmung aus. Schon leichte, ärztlich abgestimmte Aktivitäten können helfen, Vertrauen in den eigenen Körper zurückzugewinnen und Stress abzubauen.
  • Stress gezielt reduzieren: Entspannungstechniken wie Atemübungen, Meditation, sanftes Yoga, progressive Muskelentspannung nach Jacobson oder autogenes Training können helfen, körperliche Anspannung zu verringern.
  • Austausch suchen: Selbsthilfegruppen ermöglichen es, Erfahrungen mit anderen Betroffenen zu teilen. Das kann das Gefühl von Isolation verringern und praktische Unterstützung im Alltag geben.

Nach Einschätzung von Fachorganisationen kann eine stabile psychische Situation dazu beitragen, den Umgang mit der Herzerkrankung zu erleichtern und den Alltag langfristig besser zu bewältigen. dpa/red

Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

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