Handydebatte in Rheinland Pfalz: Ministerin fordert mehr Pausenhof

Seit Mitte Mai ist Eiling-Hütig rheinland-pfälzische Bildungsministerin. (Archivbild) | Foto: Florian Wiegand/dpa
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Rheinland Pfalz. Weniger Zeit am Handy in der Schule und mehr Bewegung in den Pausen. Diese Richtung sieht die rheinland pfälzische Bildungsministerin Ute Eiling Hütig für den Schulalltag.

In der Debatte über Smartphones an Schulen unterscheidet die CDU Politikerin klar zwischen privater Nutzung und digitaler Bildung. Digitale Geräte müssten Teil des Unterrichts bleiben. Gleichzeitig solle die Bildschirmzeit während der Schulzeit reduziert werden. Das sagte sie der „Rhein Zeitung“ und dem „Trierischen Volksfreund“.

Nach Ansicht der Ministerin profitieren Kinder in den Pausen stärker von direkten Begegnungen. Gespräche mit Mitschülern oder ein Fußballspiel auf dem Schulhof seien wichtiger als der Blick aufs Display.

Digitale Kompetenz bleibt wichtig

Trotz der Kritik an zu viel Bildschirmzeit spricht sich Eiling Hütig nicht für ein generelles Verbot digitaler Geräte aus. Schülerinnen und Schüler müssten lernen, mit Smartphones, Tablets und Online Diensten umzugehen. Wenn Kinder die Schule verlassen, sollten sie digitale Geräte sicher nutzen können.

Debatte über Social Media und Altersgrenzen

Mit Blick auf internationale Diskussionen verwies die Ministerin auf mögliche Risiken im Netz. In Großbritannien wird darüber diskutiert, Plattformen für unter 16 Jährige zu verbieten. Inhalte im Internet könnten dauerhaft sichtbar bleiben. Viele junge Menschen könnten die Folgen ihrer Beiträge noch nicht vollständig einschätzen.

Nach Einschätzung der Ministerin braucht es deshalb klare Regeln und ein passendes Alter für bestimmte Plattformen.

  • mehr Verantwortung für Plattformbetreiber
  • klare Altersgrenzen für soziale Netzwerke
  • einheitliche Regelungen zwischen den Bundesländern

Ein pauschales Social Media Verbot hält sie jedoch für den falschen Weg. Entscheidend sei, welche Angebote für welche Altersgruppen geeignet sind. Zwischen den Bundesländern gebe es dazu derzeit noch unterschiedliche Auffassungen. dpa/red

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Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

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