Gutes Kinderfahrrad finden: ADAC-Test zeigt klare Unterschiede
- Härtetest: Auf dem Bremsenprüfstand mussten die Räder zeigen, dass die Bremsen bei Trockenheit und Nässe gut funktionieren. (zu dpa: «ADAC-Test: Viele Gute Kinder- und Jugendfahrräder – aber…»)
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Kinderfahrrad kaufen. Viele 24-Zoll-Räder für Kinder zwischen acht und 14 Jahren schneiden im ADAC-Test gut ab. Gleichzeitig zeigt der Vergleich deutliche Unterschiede bei Bremsen, Ausstattung und sogar bei möglichen Schadstoffen in einzelnen Bauteilen.
Gerade im Frühjahr suchen viele Familien nach einem passenden Fahrrad für größere Kinder. Der ADAC hat deshalb aktuelle Modelle mit 24-Zoll-Laufrädern untersucht. Diese Größe passt meist für Kinder und Jugendliche im Alter von etwa acht bis 14 Jahren.
Die Preise im Test lagen deutlich auseinander. Das günstigste Rad kostete rund 267,98 Euro. Das teuerste Modell lag bei etwa 808 Euro. Entscheidend waren für die Prüfer vor allem Sicherheits- und Fahreigenschaften wie Bremsleistung, Stabilität und Pedalfreiheit. Zusätzlich bewerteten sie Handhabung, Kindertauglichkeit und mögliche Schadstoffe in Bauteilen.
Viele Modelle schneiden gut ab
Im Ergebnis erreichte keines der getesteten Fahrräder die Bestnote. Trotzdem schnitten elf Modelle im fünfstufigen Bewertungssystem mit der Note „gut“ ab.
Testsieger wurde das „Woom Explore 5“ mit einem mittleren Preis von 798,90 Euro. Es erhielt die Gesamtnote 2,0. Laut ADAC überzeugte das Modell in allen Prüfbereichen. Auffällig war vor allem die Ausstattung mit Scheibenbremsen. Diese sorgten insbesondere bei Nässe für konstante Bremsleistungen.
Auf Platz zwei folgt das „Cube Numove 240 Street“ für rund 599 Euro mit der Note 2,2. Das günstigste Fahrrad mit der Bewertung „gut“ ist das „Axess LUU.24 EQ“ für 499,99 Euro mit der Note 2,3. Ebenfalls die Note 2,3 erhielten das „Winora Dash 24“ für etwa 529 Euro und das „KTM Wild Cross Street 24“ für rund 549 Euro.
Schadstoffe in Griffen und Sätteln entdeckt
Bei der Schadstoffprüfung stellten die Tester deutliche Unterschiede fest. Ein Modell für rund 455 Euro fiel besonders negativ auf. In den Griffen wurden Stoffe gefunden, die als „hochgradig krebserregend“ eingestuft sind. Dadurch wurde das Fahrrad trotz sonst ordentlicher Ergebnisse auf die Gesamtnote 5,0 abgewertet und fiel mit „mangelhaft“ durch.
Bei mehreren anderen Rädern fanden sich laut ADAC vor allem Weichmacher in den Sätteln. In einzelnen Fällen führte das zu einer Abwertung einzelner Prüfbereiche auf die Note 3,0. Auswirkungen auf die Gesamtnote hatten diese Funde jedoch meist nicht.
ADAC-Sprecher Fabian Faehrmann weist darauf hin, dass sich einzelne Bauteile austauschen lassen. „Eltern, die sich Sorgen wegen der Schadstoffe machen, können den Sattel oder die Griffe gegen ein anderes Produkt austauschen.“ Beim Testsieger wurden keine Schadstoffe nachgewiesen.
Gewicht, Belastbarkeit und Ausstattung sind wichtige Kaufkriterien
Neben dem Preis spielen laut ADAC mehrere praktische Punkte eine Rolle, damit ein Kinderfahrrad im Alltag gut funktioniert:
- Ein geringes Gewicht erleichtert Kindern das Fahren und Manövrieren. Gleichzeitig sollte die maximale Zuladung möglichst hoch sein. Einige Modelle im Test erlauben nur rund 50 Kilogramm Gesamtgewicht.
- Verstellmöglichkeiten sind wichtig, damit das Fahrrad an unterschiedliche Körpergrößen angepasst werden kann und länger genutzt werden kann.
- Für den Straßenverkehr müssen bestimmte Ausstattungen vorhanden sein. Dazu zählen unter anderem Reflektoren, Beleuchtung vorne und hinten sowie eine Klingel. Nicht alle getesteten Räder waren ab Werk vollständig nach den Vorgaben der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung ausgestattet.
Der Test zeigt damit vor allem eines. Gute und sichere Kinderfahrräder sind in vielen Preisklassen erhältlich. Ein genauer Blick auf Ausstattung, Gewicht und mögliche Schadstoffe kann die Auswahl deutlich erleichtern. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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