Grillanzünder selbst machen: Eierkarton statt Chemie

Grillvergnügen ohne Chemie: Selbstgemachte Grillanzünder aus Eierkartons, Wachsresten und Holzwolle sind eine umweltfreundliche Alternative.  | Foto: dpa
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Grillanzünder selbst machen. Ein leerer Eierkarton, etwas Wachs und Holzreste reichen aus, um Grillkohle zuverlässig zu entzünden. Die Mischung lässt sich aus Dingen herstellen, die in vielen Haushalten ohnehin vorhanden sind. Das spart gekaufte Anzünder und vermeidet chemische Zusatzstoffe.

Gerade zum Start der Grillsaison greifen viele Grillfans zu fertigen Grillanzündern, die über die Kohle gestreut oder zwischen die Briketts gelegt werden. Manche Produkte enthalten jedoch chemische Inhaltsstoffe, teilweise auch Stoffe, die als potenziell gesundheitsschädlich gelten.

Eine einfache Alternative besteht darin, Anzünder selbst herzustellen. Die Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR) erklären in ihrem "Trenntmagazin"-Newsletter, wie sich mit wenigen Materialien kleine Anzündhilfen vorbereiten lassen.

Einfache Materialien aus dem Haushalt reichen aus

  • leerer Papp-Eierkarton
  • alte Kerzen- oder Wachsreste aus Pflanzen- oder Bienenwachs
  • Füllmaterial wie Sägespäne, Holzwolle oder Zapfen

So entstehen die selbst gemachten Grillanzünder

  1. Die Mulden des Eierkartons mit dem Füllmaterial füllen und gut festdrücken.
  2. Kerzen- oder Wachsreste in ein altes Glas geben und im Wasserbad langsam schmelzen. Das Wachs sollte nicht kochen und nicht zu stark erhitzt werden.
  3. Das flüssige Wachs vorsichtig über das Füllmaterial gießen, bis es sich vollständig vollgesogen hat.
  4. Die Mischung auskühlen lassen und anschließend die einzelnen Mulden des Kartons voneinander trennen.

Die fertigen Stücke funktionieren ähnlich wie gekaufte Anzünder. Beim Anzünden brennen zunächst Karton und Füllmaterial, das Wachs verlängert die Brenndauer und erleichtert das Entfachen der Holzkohle.

Auch bei der Grillkohle lohnt ein genauer Blick

Für mehr Nachhaltigkeit empfehlen die Entsorgungsexperten außerdem heimische Grillkohle, etwa aus Buchenholz. Untersuchungen von Öko-Test zufolge enthält herkömmliche Grillkohle häufig Holz aus tropischen Regionen.

Als Alternativen gelten unter anderem:

  • Olivenkern-Briketts
  • Kokos-Briketts
  • Bambusbriketts
  • Briketts aus Weinreben oder Maisspindeln

Wer vorhandene Materialien nutzt und auf passende Kohle achtet, kann das Grillen mit einfachen Mitteln etwas ressourcenschonender vorbereiten. dpa/red

Autor:

Sarah Isele aus Mannheim-Nord

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