Glühwürmchen im Südwesten: Wo sie jetzt zu sehen sind und wann die Chancen am größten sind
- Zwischen 22 Uhr und Mitternacht hat man die Chance leuchtende Glühwürmchen in der Natur beobachten. (Archiv)
- Foto: Jesus Alvarado/dpa
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Südwesten. Wer im Südwesten derzeit Glühwürmchen beobachten will, braucht vor allem Geduld und den richtigen Zeitpunkt. Nach Einschätzung von Naturschützern zeigen sich die leuchtenden Käfer häufig erst spät in der Nacht. Von Mitte Juni bis Juli sind sie in der Dämmerung und in den Nachtstunden aktiv.
Nach Angaben von Katrin Fritzsch vom Naturschutzbund NABU lohnt sich ein Spaziergang besonders zwischen 22 Uhr und Mitternacht. Am besten eignen sich warme und windstille Abende. Dann sind die Leuchtkäfer besonders aktiv. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland erklärt, dass an sehr dunklen Orten manchmal sogar die schwach leuchtenden Larven zu sehen sind. Tagsüber oder in der frühen Dämmerung bleibt das Naturschauspiel meist verborgen.
Geeignete Orte für Beobachtungen
Entscheidend ist vor allem die Umgebung. Gute Chancen gibt es an Waldrändern, auf naturbelassenen Wiesen und in der Nähe von Gewässern. Wichtig ist höheres Gras. Frisch gemähte Flächen sind für die Tiere ungeeignet, weil sie dort keinen Schutz finden.
Ebenso wichtig ist möglichst wenig künstliches Licht. Beleuchtung kann die Tiere stören und ihre Leuchtsignale überdecken. Forschende haben diesen Effekt bereits in Studien beschrieben. Besonders in Siedlungsnähe sinken dadurch die Chancen auf Sichtungen.
Diese Regionen gelten als besonders vielversprechend
Im Südwesten werden mehrere Orte immer wieder genannt. Dazu gehören unter anderem der Bärensee und verschiedene Parks in Stuttgart. Auch die Region rund um den Federsee im Landkreis Biberach sowie Gebiete bei Freiburg und entlang des Rheins gelten als geeignet. Eine Garantie für Sichtungen gibt es jedoch nicht.
Auch naturnahe Gärten können ein Lebensraum sein. Wer Glühwürmchen im eigenen Garten entdecken möchte, sollte auf starke Beleuchtung verzichten und im Sommer nicht den gesamten Rasen mähen.
- Spaziergänge zwischen 22 Uhr und Mitternacht planen
- Warme und windstille Abende wählen
- Waldränder, Wiesen und Gewässernähe aufsuchen
- Orte mit möglichst wenig künstlichem Licht bevorzugen
- Im Garten Bereiche mit höherem Gras stehen lassen
Warum Glühwürmchen überhaupt leuchten
Das Leuchten dient der Partnersuche. Die flugunfähigen Weibchen sitzen im Gras und senden Lichtsignale aus. So können Männchen sie finden. Kurz nach der Paarung sterben die Tiere.
Heute sind Glühwürmchen vielerorts seltener als früher. Naturschützer sehen vor allem zunehmende Lichtverschmutzung als Problem. Auch Pestizide in Landwirtschaft und Gärten setzen den Tieren zu. Ganz verschwunden sind sie jedoch nicht. Wer aufmerksam sucht, kann das nächtliche Leuchten weiterhin entdecken. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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