Gesundheitsminister warnt: Hitze wird in Rheinland-Pfalz zum ernsthaften Risiko

Hitze und Gesundheit werden auch in Rheinland-Pfalz immer stärker zusammen gedacht. (Symbolbild) | Foto: Sven Hoppe/dpa
  • Hitze und Gesundheit werden auch in Rheinland-Pfalz immer stärker zusammen gedacht. (Symbolbild)
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Mainz. Hitzewellen werden auch in Rheinland-Pfalz häufiger und stellen ein wachsendes Gesundheitsrisiko dar. Nach Angaben von Gesundheitsminister Clemens Hoch spielt deshalb der Schutz der Bevölkerung vor Hitze eine immer größere Rolle in der Landespolitik.

Hitze und Gesundheit müssten stärker gemeinsam gedacht werden, sagte der SPD-Politiker in Mainz. Der Schutz vor den gesundheitlichen Folgen des Klimawandels bleibe eine zentrale Aufgabe für das Land.

Die Landesregierung befasst sich am Dienstag, 23. Juni, im Kabinett mit ressortübergreifenden Maßnahmen zum gesundheitlichen Hitzeschutz. Dabei geht es auch um Prävention und um mehr Sensibilisierung für die Risiken hoher Temperaturen.

Enge Zusammenarbeit mit Kommunen

Grundlage ist der Hitzeaktionsplan des Landes. Er soll einen strategischen Rahmen für Maßnahmen bieten. Entscheidend sei jedoch die Umsetzung vor Ort, betonte Hoch.

Eine wichtige Rolle spielen deshalb Städte und Gemeinden. Das Land setze auf Netzwerke und einen engen Austausch mit den Kommunen, um praxistaugliche Lösungen zu entwickeln. Auch Krankenhäuser entscheiden selbst über Maßnahmen wie Abdunkelung von Räumen, Klimaanlagen oder ausreichende Versorgung mit Getränken.

Tipps zum Schutz bei großer Hitze

Das Sozialministerium von Sabine Bätzing-Lichtenthäler gibt zugleich Hinweise für den Alltag. Besonders ältere Menschen gelten als gefährdet.

  • Viel trinken. Mindestens zwei Liter pro Tag. Am besten Wasser oder ungesüßte Tees.
  • Leichte Kost essen. Gut verdauliche Speisen entlasten den Kreislauf.
  • Wohnräume kühl halten. Fenster tagsüber verschatten und in den frühen Morgenstunden oder nachts lüften.
  • Körper schützen. Leichte Kleidung, Kopfbedeckung oder kühlende Fußbäder können helfen.
  • Kühle Orte aufsuchen. Wege möglichst in die Morgen oder Abendstunden legen.
  • Hitzewarn Apps nutzen. Digitale Warnsysteme informieren frühzeitig über extreme Temperaturen.

Polizei mahnt zu freien Rettungswegen

Auch die Polizei weist auf Risiken bei großer Hitze hin. Einsatzkräfte bitten darum, Zufahrten zu Freibädern oder anderen stark besuchten Orten freizuhalten.

Im Südbad Trier mussten am Sonntag, 21. Juni, mehrere Menschen wegen Kreislaufproblemen behandelt werden. Teilweise hätten parkende Fahrzeuge die Zufahrt für Rettungskräfte erschwert. Die Polizei ruft deshalb dazu auf, auf erste Anzeichen körperlicher Überlastung zu achten und Rettungswege konsequent freizuhalten. dpa/red

Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

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