Gesetz für Hitzeschutz in Rheinland-Pfalz gefordert
- Schlecht isolierte Wohnungen sieht das Bündnis aus Umwelt- und Sozialverbänden in der Hitzewelle als akute Gesundheitsgefahr. (Symbolbild)
- Foto: Martin Schutt/dpa
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Rheinland Pfalz. Schlechte Dämmung kann Wohnungen in Hitzeperioden zur Gesundheitsgefahr machen. Angesichts der anhaltenden Hitzewelle fordert ein Bündnis aus Umwelt und Sozialverbänden in Rheinland Pfalz deshalb ein schnelleres Handeln der Landesregierung.
Nach Angaben der Organisationen gilt mehr als ein Drittel der Gebäude im Land als stark sanierungsbedürftig. Vor allem ältere Menschen, Kleinkinder und Haushalte mit geringem Einkommen litten unter überhitzten Wohnungen. Besonders problematisch seien schlecht gedämmte Gebäude, die sich im Sommer stark aufheizen.
Die Verbände verlangen ein niedrigschwelliges Landesförderprogramm für energetische Sanierungen. Außerdem solle ein Wohnraumaufsichtsgesetz eingeführt werden. Damit könnten Kommunen Mindeststandards auch gegenüber Vermietern durchsetzen, die notwendige Sanierungen bislang nicht vornehmen.
Forderungen an die neue Landesregierung
Nach Ansicht des Bündnisses sollten angekündigte Investitionen aus dem Koalitionsvertrag schnell in konkrete Programme umgesetzt werden. Genannt werden vor allem Maßnahmen, die Wohnungen besser gegen Hitze schützen.
- Dachdämmung
- Austausch alter Fenster
- Außen liegender Sonnenschutz
Neben den gesundheitlichen Folgen verweisen die Organisationen auch auf wirtschaftliche Risiken. Laut Daten des Kreditversicherers Allianz Trade könnten steigende Krankenstände und Produktivitätsverluste durch Hitzewellen der deutschen Wirtschaft bis zum Jahr 2030 Schäden von bis zu 112,5 Milliarden Euro verursachen.
Die Forderungen kommen vom BUND Rheinland Pfalz, der Liga der Freien Wohlfahrtspflege, der Verbraucherzentrale Rheinland Pfalz und dem Paritätischen Wohlfahrtsverband. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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