Gasleitung zu Hause prüfen: Dieser Jahrescheck erhöht die Sicherheit

Gasleitungen sollten alle zwölf Jahre von Fachleuten und zusätzlich jährlich selbst per Sichtprüfung kontrolliert werden.  | Foto: dpa
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Gasleitungen zu Hause prüfen. Ein kurzer Blick einmal im Jahr kann helfen, Schäden oder Risiken an der Gasinstallation früh zu erkennen. Technisches Fachwissen ist dafür meist nicht nötig. Entscheidend ist vor allem, ob Leitungen, Anschlüsse und Geräte sichtbar in Ordnung sind und im Notfall schnell reagiert werden kann.

Erdgasleitungen im Haus sollten grundsätzlich etwa alle zwölf Jahre von Fachbetrieben kontrolliert werden. Zusätzlich empfiehlt der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW), die Anlage einmal jährlich selbst zu überprüfen. Dabei geht es vor allem um leicht erkennbare Punkte im Alltag.

Ein erster Blick gilt der Haupt-Absperreinrichtung. Sie befindet sich dort, wo die Gasleitung ins Haus führt. In manchen Gebäuden sitzt sie in einem Anschlusskasten außerhalb. Wichtig ist, dass der Absperrhahn jederzeit frei zugänglich ist.

Absperrhahn muss jederzeit erreichbar sein

Stehen Fahrräder, Kartons oder Möbel vor der Absperreinrichtung, kann im Notfall wertvolle Zeit verloren gehen. Denn über diesen Hahn lässt sich die Gaszufuhr sofort unterbrechen. Deshalb sollte der Bereich dauerhaft frei bleiben.

Beim Rundgang durch Keller oder Wohnung lohnt außerdem ein Blick auf frei verlegte Leitungen entlang von Wänden oder Decken:

  • Die Leitungen sollten stabil befestigt sein.
  • Sie dürfen keine sichtbaren Durchhänger haben.
  • An Gasrohren sollten keine Gegenstände hängen.
  • Wer Leitungen verkleidet, muss Lüftungsöffnungen vorsehen, damit der Hohlraum dahinter gut belüftet bleibt.

Auffällige Spuren an Leitungen oder Geräten ernst nehmen

Auch der Zustand der Leitungen lässt sich mit einem Blick einschätzen. Blättert an einer Metallleitung lediglich Farbe ab, kann sie neu gestrichen werden. Wirkt das Rohr jedoch angegriffen, etwa durch herabtropfendes Kondenswasser einer darüberliegenden Leitung, sollte ein Fachbetrieb prüfen, ob Schäden entstanden sind.

Ähnliche Aufmerksamkeit gilt Gasgeräten im Haushalt. Laut DVGW können bestimmte Veränderungen ein Hinweis auf Probleme sein:

  • Rußspuren oder Verfärbungen am oder im Gerät.
  • Ungewöhnliche Geräusche beim Start.
  • Auffälliger Geruch während des Betriebs.
  • Fehlende oder beschädigte Bedienknöpfe.

Bei Gasherden mit Anschluss an eine Gas-Steckdose spielt auch der flexible Gasschlauch eine Rolle. Er sollte weder verdreht noch geknickt sein und ausreichend Abstand zu offenen Flammen oder heißen Ofenteilen haben, damit er sich nicht übermäßig erhitzt.

Gasgeruch früh erkennen kann entscheidend sein

Für die Sicherheit im Haushalt ist auch der typische Gasgeruch wichtig. Erdgas wird im Netz mit Duftstoffen versehen und riecht deshalb stechend oder nach faulen Eiern, oft schon bei geringen Konzentrationen.

Viele Gasnetzbetreiber bieten sogenannte Duftkarten an. Mit diesen Riechproben lässt sich der Geruch kennenlernen, wie die Initiative Das sichere Haus (DSH) erklärt. Das kann helfen, ein mögliches Leck schneller zu erkennen.

Wird Gasgeruch wahrgenommen, gilt laut DSH: Fenster öffnen, den Hauptabsperrhahn schließen und Funken vermeiden. Elektrische Schalter, Feuerzeuge oder Kerzen sollten dann nicht benutzt werden. Anschließend können Nachbarn gewarnt und Gasversorger oder Feuerwehr informiert werden.

Ab der Haupt-Absperreinrichtung liegt die Verantwortung für die Gasinstallation im Gebäude laut DVGW bei Eigentümern oder Mietern. Ein kurzer jährlicher Kontrollblick kann deshalb helfen, mögliche Probleme früh zu entdecken. dpa/red

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Autor:

Sarah Isele aus Mannheim-Nord

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