Fruchtfolge im Garten: So bleibt der Boden fruchtbar und die Ernte stabil

Nach der Ernte: Freie Flächen sollten möglichst bald wieder bepflanzt werden, damit der Boden fruchtbar bleibt. | Foto: dpa
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Fruchtfolge im Beet. Wer nach der Ernte die richtige Reihenfolge beim Anbau einhält, hält den Gartenboden fruchtbar und verbessert die Chancen auf eine stabile Ernte im nächsten Jahr. Besonders im Sommer entstehen nach Salat, Kohlrabi oder anderen frühen Gemüsesorten oft freie Flächen im Beet.

Damit der Boden langfristig leistungsfähig bleibt, empfiehlt der Naturschutzbund Deutschland (Nabu), die frei gewordenen Bereiche im kommenden Gartenjahr bewusst neu zu planen. Werden immer wieder ähnliche Pflanzen angebaut, können Nährstoffe einseitig verbraucht werden. Das kann dazu führen, dass Gemüse schlechter wächst oder anfälliger für Krankheiten und Schädlinge wird.

Die sogenannte Fruchtfolge setzt genau hier an. Sie beschreibt eine sinnvolle Abfolge verschiedener Pflanzenarten über mehrere Jahre hinweg.

Abwechselnde Pflanzen schützen Nährstoffe im Boden

Gemüsearten benötigen unterschiedlich viele Nährstoffe. Deshalb werden sie häufig in drei Gruppen eingeteilt: Starkzehrer, Mittelzehrer und Schwachzehrer. Eine typische Abfolge über mehrere Jahre kann so aussehen:

  • Im ersten Jahr wird eine Gründüngung ausgesät, zum Beispiel schnell wachsende Pflanzen wie Klee oder Erbsen.
  • Im zweiten Jahr folgen stark zehrende Kulturen wie Tomaten oder Zucchini.
  • Im dritten Jahr eignen sich Mittelzehrer wie Mangold oder Möhren.
  • Im vierten Jahr kommen Schwachzehrer wie Zwiebeln oder Radieschen ins Beet.
  • Im fünften Jahr beginnt der Kreislauf wieder mit einer Gründüngung.

Durch diese Abfolge wird der Boden unterschiedlich belastet und kann sich zwischendurch erholen. Gleichzeitig wird die Versorgung der Pflanzen mit Nährstoffen ausgeglichener.

Pflanzenfamilien sollten nicht direkt nacheinander wachsen

Neben dem Nährstoffbedarf spielt auch die botanische Verwandtschaft eine wichtige Rolle. Pflanzen aus derselben Familie sollten möglichst nicht in aufeinanderfolgenden Jahren auf derselben Fläche wachsen. Andernfalls können sich Krankheiten oder Schädlinge leichter im Boden halten.

Beispiele für solche Pflanzenfamilien sind:

  • Kreuzblütler wie Radieschen, Kohl oder Zierpflanzen wie Goldlack und Silberblatt.
  • Nachtschattengewächse wie Kartoffeln oder Tomaten.
  • Rosengewächse wie Himbeeren, Erdbeeren oder Fingerkraut.
  • Doldenblütler wie Fenchel, Kümmel oder Dill.

Wer die Beete über mehrere Jahre hinweg mit wechselnden Pflanzen plant, kann Nährstoffmangel vorbeugen und schafft stabilere Bedingungen für Gemüse im Garten. dpa/red

Autor:

Sarah Isele aus Mannheim-Nord

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