Frist verlängern bei der Steuer: So bleibt mehr Zeit

Job, Familie, Freizeit: Manchmal kommt das Leben dazwischen und die Zeit bis zum Ende der Abgabefrist für die Steuererklärung wird eng. Dann können Steuerzahler beim Finanzamt um Fristverlängerung bitten.  | Foto: dpa
  • Job, Familie, Freizeit: Manchmal kommt das Leben dazwischen und die Zeit bis zum Ende der Abgabefrist für die Steuererklärung wird eng. Dann können Steuerzahler beim Finanzamt um Fristverlängerung bitten.
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  • hochgeladen von Cornelia Bauer

Steuererklärung 2026. Wer die Abgabefrist nicht schafft, kann oft noch Zeit gewinnen, etwa mit einem formlosen Antrag auf Fristverlängerung oder durch die Beauftragung eines Steuerberaters. Für viele Steuerpflichtige ohne steuerliche Beratung wird es vor Donnerstag, 31. Juli, eng, wenn Belege fehlen oder die Erklärung noch nicht begonnen wurde.

Wichtig ist, nicht abzuwarten. "Wer erkennt, dass die Frist nicht eingehalten werden kann, sollte frühzeitig aktiv werden", rät Daniela Karbe-Geßler vom Bund der Steuerzahler. Ein Antrag auf Fristverlängerung kann formlos gestellt werden, zum Beispiel per Brief oder per Nachricht über Elster.

Entscheidend ist eine nachvollziehbare Begründung, etwa Krankheit, fehlende Unterlagen oder außergewöhnliche Belastungen im beruflichen oder privaten Umfeld. Ein Anspruch auf Verlängerung besteht zwar nicht. Nach Angaben des Bunds der Steuerzahler zeigen sich Finanzämter in der Praxis aber häufig kooperativ, wenn der Antrag rechtzeitig eingeht.

Mit Beratung verlängert sich die Frist automatisch

"Eine weitere Möglichkeit ist die Beauftragung eines Steuerberaters oder eines Lohnsteuerhilfevereins", so Karbe-Geßler. In diesem Fall verlängert sich die Abgabefrist automatisch bis Anfang März. Das kann eine praktische Entlastung sein, auch wenn kurzfristig nicht überall freie Kapazitäten verfügbar sind.

Wer die Frist anders nicht halten kann, kann nach Angaben des BdSt auch eine unvollständige Steuererklärung einreichen. Fehlende Angaben sollten klar gekennzeichnet und zügig nachgereicht werden. So lässt sich die Frist wahren.

  • Verspätungszuschläge beginnen bei mindestens 25 Euro pro Monat.
  • Außerdem kann das Finanzamt die Besteuerungsgrundlagen schätzen.
  • Solche Schätzungen fallen für Steuerpflichtige oft nachteilig aus.

Wer früh reagiert, kann zusätzliche Kosten vermeiden und sich mehr Spielraum für die Abgabe sichern. dpa/red

Autor:

Sarah Isele aus Mannheim-Nord

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