Flüssigkeiten im Handgepäck: München erlaubt bis zwei Liter
- Beutellos in die Luft: Das geht am Flughafen München künftig dank umfassender CT-Technologie an den Sicherheitskontrollen.
- Foto: Christin Klose/dpa-mag
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Flüssigkeiten im Handgepäck. Reisende am Flughafen München können ab Freitag, 18. September, Flüssigkeiten in Behältern bis zu zwei Liter im Handgepäck lassen und müssen sie an der Sicherheitskontrolle nicht mehr auf 100 Milliliter begrenzen.
Das erleichtert vor allem die Vorbereitung vor dem Abflug: Größere Wasserflaschen, Gele und Cremes dürfen dann an allen Kontrollspuren mitgeführt werden. Auch Laptops müssen nach Angaben des Bayerischen Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr nicht mehr einzeln ausgepackt werden.
In München gilt die Zwei-Liter-Grenze an allen Kontrollen
Möglich wird die Änderung durch moderne Computertomographen, kurz CT-Scanner, die bei der Gepäckkontrolle eingesetzt werden. Bisher standen solche Geräte am Münchner Flughafen nur an bestimmten Kontrollstellen in Terminal 1 und Terminal 2. Dort waren Flüssigkeiten bis zwei Liter im Handgepäck bereits länger erlaubt.
Der Freistaat Bayern investierte dem Verkehrsministerium zufolge rund 45 Millionen Euro in die schrittweise Umrüstung bei laufendem Betrieb. Die Technik soll den Inhalt von Gepäckstücken genauer prüfen und Kontrollen für Passagiere komfortabler sowie schneller machen.
Für die Packliste bedeutet die neue Regel in München konkret:
- Flüssigkeiten dürfen in Behältern mit bis zu zwei Liter Fassungsvermögen im Handgepäck bleiben.
- Größere Gele und Cremes fallen ebenfalls unter die neue Erleichterung.
- Laptops müssen an CT-Kontrollspuren nicht mehr separat in die Gepäckwanne gelegt werden.
An Flughäfen ohne CT-Scanner bleibt die 100-Milliliter-Regel
Die neue Erleichterung gilt nicht automatisch an jedem Flughafen. An Sicherheitskontrollen ohne Computertomographen bleibt die bekannte Begrenzung bestehen: Erlaubt sind dort nur Behältnisse mit maximal 100 Millilitern, verpackt in einem wiederverschließbaren, transparenten Plastikbeutel mit höchstens einem Liter Volumen.
Auch elektronische Geräte müssen an solchen Kontrollspuren weiterhin einzeln in die Gepäckwanne gelegt werden. Unter anderem an den Flughäfen Frankfurt und Berlin sind CT-Scanner teils im Einsatz. In Bayern ist der Flughafen Nürnberg bereits komplett umgerüstet.
Für Reisende bleibt deshalb entscheidend, vor dem Abflug die Angaben des jeweiligen Flughafens und des genutzten Terminals zu prüfen. dpa/red
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |