FI-Schutzschalter im Garten richtig prüfen und Stromunfälle vermeiden

Sicher mähen und schneiden: Elektrogeräte im Garten sollten nur bei trockenen Bedingungen verwendet werden. | Foto: dpa
  • Sicher mähen und schneiden: Elektrogeräte im Garten sollten nur bei trockenen Bedingungen verwendet werden.
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FI-Schutzschalter im Garten. Wer elektrische Geräte im Garten nutzt, kann das Risiko eines Stromschlags deutlich senken, wenn Kabel, Steckdosen und der Fehlerstrom‑Schutzschalter zur Umgebung passen. Besonders bei feuchtem Boden oder Regen steigt die Gefahr, dass Strom über Wasser oder beschädigte Leitungen abfließt.

Beim Rasenmähen oder Schneiden von Hecken kommen häufig Verlängerungskabel und Elektrogeräte zum Einsatz. Die Aktion Das sichere Haus (DSH) weist darauf hin, dass Nässe ein zentraler Risikofaktor ist. Nasser Boden, Regen oder Gießwasser können die Gefahr eines Stromschlags erhöhen. Elektrogeräte sollten deshalb möglichst nur bei trockenen Bedingungen verwendet werden.

Kabel im Garten brauchen passende Schutzklasse

Auch bei der Stromversorgung lohnt ein genauer Blick. Mehrfachsteckdosen aus Innenräumen sind für draußen ungeeignet. Ebenso können mehrere hintereinander gesteckte Verlängerungskabel problematisch werden. Für den Einsatz im Garten empfiehlt die DSH speziell zugelassene Außenkabel. Erkennbar sind sie an der sogenannten IP-Schutzklasse. Die Abkürzung steht laut Stiftung Warentest für „International Protection“. Zwei Ziffern zeigen an, wie gut ein Gerät geschützt ist.

  • Die erste Zahl beschreibt den Schutz gegen feste Fremdkörper wie Staub.
  • Die zweite Zahl zeigt den Schutz gegen Wasser.

Für typische Gartenarbeiten gilt eine Schutzklasse von mindestens IP44 als geeignet. Sie bedeutet unter anderem Schutz gegen Spritzwasser.

FI-Schutzschalter kann schwere Folgen verkürzen

Bei älteren Gärten lohnt außerdem ein Blick auf die Elektroinstallation. Wichtig ist der Fehlerstrom‑Schutzschalter, auch FI-Schalter oder RCD genannt. Er sitzt im Verteilerkasten und überwacht, ob genauso viel Strom zurückfließt, wie zuvor in ein Gerät hineingeflossen ist. Entsteht eine Differenz, etwa durch ein beschädigtes Kabel oder Kontakt mit Wasser, unterbricht der Schalter den Stromkreis automatisch. Seit 1984 müssen Außenanlagen durch solche FI-Schutzschalter abgesichert sein.

Eine sofortige Pflicht zum Nachrüsten besteht bei älteren Anlagen laut DSH zwar nicht. Wird die Installation im Garten jedoch wesentlich erweitert oder werden Steckdosen erneuert, ist eine Absicherung erforderlich. Für bestehende Anlagen können auch mobile FI-Adapter eine Zwischenlösung sein. Sie werden zwischen Steckdose und Gerätestecker gesteckt und übernehmen ebenfalls die Schutzfunktion. Dadurch lässt sich die Dauer eines möglichen Stromschlags deutlich verkürzen und das Risiko schwerer Folgen reduzieren. dpa/red

Autor:

Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern

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