Fenstersanierung: So lange dauert der Tausch wirklich
- Viele schrecken vor neuen Fenstern zurück, weil sie tagelangen Baustellenstress erwarten. Mit modernen Austauschmethoden kann der Einbau pro Fenster oft in ein bis zwei Stunden erledigt sein.
- Foto: Heike Schwitalla
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Fenstersanierung Aufwand Zeit sparen. Eine Fenstersanierung dauert pro Fenster oft nur etwa eine bis zwei Stunden, wenn der bestehende Rahmen intakt ist und ein schneller Austausch ohne großen Abbruch möglich wird.
Im Alltag heißt das: Statt tagelang Baustelle in der Wohnung kann der Austausch je nach System in überschaubaren Zeitfenstern stattfinden. Das reduziert Lärm, Schmutz und in vielen Fällen auch die Handwerkerstunden.
Der Verband Fenster + Fassade (VFF) erklärt, dass moderne Montagesysteme den Fenstertausch häufig vereinfachen, weil der alte Blendrahmen in vielen Fällen im Mauerwerk bleiben kann. Dadurch lassen sich je nach Rahmenmaterial laut VFF etwa 30 bis 40 Prozent der Montagekosten sparen.
Wann der schnelle Fenstertausch möglich ist
Die schnelleren Methoden funktionieren vor allem dann, wenn der vorhandene Rahmen noch stabil und nutzbar ist. Dann kann das neue Fenster im bestehenden Rahmen neu verankert werden, ohne dass umfangreiche Putz-, Maler- oder Mauerarbeiten nötig werden.
Typische Punkte, die den Zeitaufwand in der Praxis beeinflussen:
- Zustand des bestehenden Rahmens. Intakt bedeutet weniger Abbruch und weniger Nacharbeit.
- Rahmenmaterial und passendes Montagesystem.
- Notwendige Anpassungen, damit trotz zusätzlichem Rahmen möglichst viel Glasfläche erhalten bleibt.
So lange dauert der Austausch je nach Methode
Der VFF beschreibt mehrere Verfahren, die den Austausch beschleunigen können.
- Einschubmontage bei Kunststoff, Aluminium oder Holz-Aluminium: Der alte Fensterflügel wird entfernt und das neue Fenstersystem direkt in den vorhandenen Rahmen eingesetzt. Das dauert oft rund eine Stunde pro Fenster. Um den Verlust an Glasfläche durch den doppelten Rahmen zu begrenzen, empfiehlt der VFF schmale Fensterflügel.
- Montage bei Holzfenstern mit zurückgeschnittenem Rahmen: Der vorhandene Rahmen wird leicht zurückgeschnitten, das neue Fenster wird darüber montiert. Dafür werden in der Regel rund zwei Stunden pro Fenster genannt.
Beide Varianten sind laut VFF so ausgelegt, dass auf aufwendige Nacharbeiten an Wand und Laibung oft verzichtet werden kann. Das spart Zeit und hält die Wohnung meist deutlich sauberer als ein kompletter Rahmensausbau.
Neubau und große Sanierung: Montagezargen als Zeitvorteil
Wer neu baut oder ohnehin umfassend saniert, kann den späteren Fenstertausch nach VFF-Angaben mit sogenannten Montagezargen vereinfachen. Dabei werden vor den eigentlichen Fenstern Montagezargen als Verankerung in die Mauer eingesetzt, die Fenster werden in diese Halterungen verschraubt.
Muss ein Fenster später ersetzt werden, kann der Rahmen einfacher gelöst und getauscht werden. Der VFF nennt dafür oft etwa 30 Minuten pro Fenster. Zusätzlich kann die Montagezarge die Fenster während der Bauphase schützen, weil die Elemente erst nach den schmutzigsten Arbeiten eingesetzt werden müssen.
Förderung kann die Rechnung verbessern
Für den Fenstertausch können staatliche Förderprogramme von Bund, Ländern und Gemeinden infrage kommen. Als Orientierung nennt der VFF den Fördermittel-Assistenten unter fenster-koennen-mehr.de, der mögliche Programme je Objekt aufzeigt und bei der Antragsvorbereitung unterstützt.
Unterm Strich gilt: Wenn Rahmen und Montageverfahren passen, ist der Fenstertausch oft in Stunden planbar statt in Tagen und genau das macht eine Fenstersanierung im Alltag deutlich leichter kalkulierbar. (red)
Autor:Thorsten Kornmann aus Karlsruhe |