Fenstersanierung: So lange dauert der Austausch pro Fenster
- Viele Fenstersanierungen sind schneller erledigt als gedacht: Je nach Montageart liegt die Arbeitszeit oft zwischen rund 30 Minuten und 2 Stunden pro Fenster.
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Fenstersanierung Dauer. Eine Fenstersanierung ist oft schneller erledigt als befürchtet: Je nach Fenstertyp und Montageart dauert der Austausch häufig etwa dreißig Minuten bis zwei Stunden pro Fenster.
Wer in einer bewohnten Wohnung saniert, rechnet schnell mit tagelangem Lärm, Staub und Nacharbeiten. Der Verband Fenster + Fassade (VFF) aus Frankfurt am Main ordnet das für typische Bestandsgebäude anders ein. Moderne Montagesysteme können den Austausch beschleunigen, wenn der vorhandene Rahmen noch intakt ist und nicht komplett aus dem Mauerwerk heraus muss.
Wichtig für die Planung ist weniger die reine Arbeitszeit am Fenster als die Methode, die der Fachbetrieb wählen kann. Besonders Zeit spart ein Vorgehen, bei dem der alte Blendrahmen im Mauerwerk bleibt. Das kann den Aufwand in der Wohnung deutlich reduzieren und laut VFF je nach Rahmenmaterial auch die Montagekosten um etwa dreißig bis vierzig Prozent senken.
Welche Montageart entscheidet über die Dauer
Für einen schnellen Tausch kommt es laut VFF vor allem darauf an, ob der bestehende Rahmen noch tragfähig und in Ordnung ist. Dann sind Verfahren möglich, bei denen nicht großflächig aufgestemmt oder neu verputzt werden muss.
- Einschubmontage bei Kunststoff, Aluminium oder Holz-Aluminium: Der alte Fensterflügel wird entfernt, das neue Fenstersystem wird im vorhandenen Rahmen neu verankert. Die Arbeitszeit liegt oft bei rund einer Stunde pro Fenster.
- Montage bei Holzfenstern mit zurückgeschnittenem Rahmen: Der vorhandene Rahmen wird leicht zurückgeschnitten, das neue Fenster wird darüber montiert. Das dauert in der Regel rund zwei Stunden pro Fenster.
Beide Varianten sind nach Darstellung des VFF darauf ausgelegt, ohne aufwendige Putz-, Maler- oder Mauerarbeiten auszukommen. Für den Alltag bedeutet das meist weniger Schmutz in den Räumen und weniger Folgegewerke, die zusätzlich Termine brauchen.
Im Neubau kann es später noch schneller gehen
Wer neu baut oder ohnehin eine umfassende Sanierung plant, kann den späteren Austausch vereinfachen, wenn von Anfang an sogenannte Montagezargen vorgesehen werden. Diese Zargen werden vor den eigentlichen Fenstern in die Wand gesetzt und dienen als feste Verankerung, in die die Fenster verschraubt werden.
Muss ein Fenster später ersetzt werden, lässt sich der Rahmen dadurch einfacher lösen und tauschen. Der VFF nennt für einen solchen Austausch oft etwa dreißig Minuten.
Ein zusätzlicher praktischer Effekt auf der Baustelle ist, dass die Fenster erst eingebaut werden müssen, wenn die schmutzigsten Arbeiten bereits erledigt sind. Dadurch sinkt das Risiko, dass neue Fenster während der Bauphase beschädigt werden.
Kosten im Blick behalten: Förderprogramme können helfen
Neben der Dauer spielt bei einer Fenstersanierung meist auch die Gesamtrechnung eine Rolle. Der VFF weist darauf hin, dass es staatliche Förderprogramme von Bund, Ländern und Gemeinden geben kann. Für die Orientierung nennt der Verband seinen Fördermittel-Assistenten als Hilfsmittel zur Suche nach passenden Programmen und zur Vorbereitung der Antragstellung.
Der Kernpunkt für die Praxis bleibt: Die Fenstersanierung wird oft nicht durch das einzelne Fenster ausgebremst, sondern durch die Wahl der passenden Montageart und eine Planung, die möglichst wenige Zusatzarbeiten auslöst. [red]
Autor:Thorsten Kornmann aus Karlsruhe |