Fake-Jobangebote erkennen: Diese Warnzeichen schützen Bewerber
- Beim Job-Scamming schalten Kriminelle täuschend echte Jobangebote, um persönliche Daten ahnungsloser Bewerber zu stehlen.
- Foto: Zacharie Scheurer/dpa-mag
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Fake-Jobangebote erkennen. Unseriöse Stellenanzeigen lassen sich oft an fehlenden Anforderungen, reinem Homeoffice und frühen Datenabfragen erkennen. Wer eine neue Stelle sucht, kann dadurch besser einschätzen, ob ein Angebot seriös ist oder persönliche Daten missbraucht werden könnten.
Die Verbraucherzentrale Hessen warnt vor täuschend echten Jobangeboten, die Kriminelle unter anderem für Geldwäsche nutzen. Besonders auffällig sind Anzeigen, bei denen Qualifikationen kaum eine Rolle spielen und im Bewerbungsverfahren keine Zeugnisse oder Nachweise verlangt werden.
Diese Merkmale sprechen für ein unseriöses Jobangebot
Mehrere Warnzeichen können darauf hindeuten, dass hinter einer Anzeige kein echter Arbeitgeber steht. Nach Angaben der Verbraucherzentrale sollten Bewerberinnen und Bewerber besonders aufmerksam werden, wenn mehrere dieser Punkte zusammenkommen:
- Die Stelle soll zu 100 Prozent im Homeoffice stattfinden.
- Berufserfahrung, Zeugnisse oder fachliche Qualifikationen sind kaum wichtig.
- Der Kontakt läuft nur über Telefonate oder Chats.
- Ein persönliches oder analoges Treffen findet nicht statt.
- Kontodaten, Ausweis oder Sozialversicherungsnummer werden vor Vertragsabschluss verlangt.
Kriminelle versuchen häufig, zunächst Vertrauen aufzubauen. Genau dadurch wirken manche Angebote glaubwürdig, obwohl es vor allem um Daten der Bewerberinnen und Bewerber geht.
Ausweis und Video-Ident können zum Risiko werden
Nach Einschätzung der Verbraucherzentrale Hessen haben es Betrüger vor allem auf persönliche Informationen abgesehen. Mit diesen Daten können sie etwa Fakeshops, Accounts und Konten eröffnen oder Kredite aufnehmen und Verträge abschließen.
Besonders kritisch ist ein verlangtes Video-Ident-Verfahren. «So plausibel der vorgeschobene Grund auch klingen mag, mit dieser Masche eröffnen Kriminelle ein Bankkonto zwecks Geldwäsche», warnen die Experten.
Seriöse Stellenanzeigen lassen sich gegenprüfen
Ein seriöses Angebot ist meist besser überprüfbar. Hilfreich ist eine einfache Recherche zum Unternehmen, bevor sensible Daten weitergegeben werden. Je mehr verlässliche Informationen zu finden sind, desto besser lässt sich die Anzeige einordnen.
Gute Zeichen sind öffentlich auffindbare Kontaktdaten, eine nachvollziehbare Adresse und eine Stellenausschreibung, die auch auf der offiziellen Unternehmensseite steht. Am sichersten wirkt ein Angebot, wenn die Angaben in der Anzeige mit den Informationen des Unternehmens übereinstimmen.
Für Bewerberinnen und Bewerber bedeutet das praktisch: Je früher Ausweis, Kontodaten oder Video-Ident verlangt werden, desto genauer sollte das Jobangebot geprüft werden. [dpa/red]
Autor:dpa content aus Ludwigshafen |