Fahrverbote in Tirol: 411.000 Autofahrer umfahren Staus
- Mehr als 400.000 Autofahrer, die verbotenerweise einem Stau auf kleineren Straßen ausweichen wollten, wurden im Winter in Österreich erwischt.
- Foto: Matthias Röder/dpa
- hochgeladen von Cornelia Bauer
Tirol. Staus auf beliebten Urlaubsrouten führen immer wieder zu Ausweichverkehr über kleine Straßen. In Tirol sind in der vergangenen Wintersaison mehr als 411.000 Autofahrer registriert worden, die trotz Fahrverboten Staus über Nebenstrecken umfahren wollten.
Nach Angaben des Landes Tirol betraf ein großer Teil der Fälle die wichtige Transitroute am Fernpass. Dort wurden rund 173.000 Fahrzeuge gezählt, die dem Stau über kleinere Straßen ausweichen wollten.
Fahrverbote auf Nebenstraßen an Wochenenden
Die Fahrverbote gelten auf ausgewählten Nebenstrecken. Sie sollen verhindern, dass sich der Durchgangsverkehr durch Dörfer und Wohngebiete verlagert.
Im Winter galten die Beschränkungen tagsüber an Wochenenden und Feiertagen zwischen Samstag, 20. Dezember, und Ostermontag.
Wer die Sperren ignoriert und dennoch eine Ausweichroute nutzt, muss mit einem Bußgeld rechnen.
Navi führte teils über Forstwege
Nach Angaben von Verkehrslandesrat René Zumtobel landen Durchreisende häufig aus Unwissenheit auf ungeeigneten Wegen.
„Viele Reisende fahren blind auf Gemeindestraßen. Manchmal landen sie sogar auf Forstwegen oder Langlaufloipen“, erklärte Zumtobel.
Inzwischen hätten Anbieter von Navigationsgeräten zugesagt, gesperrte Ausweichrouten künftig nicht mehr vorzuschlagen.
Ob sich diese Änderung im Verkehr bemerkbar macht, dürfte sich in den kommenden Monaten zeigen. Die Fahrverbote für den Sommer sollen in wenigen Wochen wieder in Kraft treten. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
|
| Cornelia Bauer auf Facebook | |