Essigreiniger bei Öko-Test: Zwei Reiniger nur ausreichend

Öko-Test hat 20 Essigreiniger getestet. | Foto:  Paweł Kacperek/stock.adobe.com
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Öko-Test. Kalkflecken an Armaturen, matte Spuren auf Fliesen und Seifenreste im Bad gehören für viele zum Alltag. Ein aktueller Test bei Öko-Test (06/2026) von 20 Essigreinigern zeigt: Viele Produkte reinigen ordentlich und enthalten unkritische Inhaltsstoffe, aber nicht alle überzeugen in der Praxis.

Insgesamt schneiden 15 Essigreiniger mit „sehr gut“ oder „gut“ ab. Drei Produkte landen bei „befriedigend“, zwei weitere nur bei „ausreichend“.

Was der Test bei Essigreinigern zeigt

Geprüft wurde, wie gut die Reiniger Kalk lösen und wie zuverlässig sie Kalkseife entfernen. Gerade Kalkseife ist im Alltag relevant, weil sie sich als hartnäckiger Belag dort bildet, wo Seife auf kalkhaltiges Wasser trifft.

Die meisten Produkte lieferten hier gute bis sehr gute Ergebnisse. Auffällig wurde es bei einzelnen Reinigern, die entweder bei den Inhaltsstoffen oder bei der Reinigungsleistung patzten.

  • Gut & Günstig Essigreiniger – Note: „sehr gut“
  • Frosch Essig Reiniger – Note: „gut“
  • Poliboy Bio Essig Reiniger – Note: „befriedigend“
  • Hygreen by Surig Natur Essig-Reiniger mit Zitronen-Frische – Note: „ausreichend“
  • Reinex Essig Reiniger – Note: „ausreichend“

Kritik an Konservierungsstoff und Kunststoffverbindungen

Besonders negativ fällt der Reinex Essig Reiniger auf. Er ist der einzige Essigreiniger im Test, der schon bei den Inhaltsstoffen nur ein „ausreichend“ erhält.

Kritisiert werden Isothiazolinone als Konservierungsstoffe, darunter Methylisothiazolinon, kurz MIT. Dieser Stoff kann Allergien auslösen und die Haut reizen. Zusätzlich wurden synthetische Polymere beanstandet, also lösliche Kunststoffverbindungen, die biologisch teils schwer abbaubar sind.

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Schwächen bei der Reinigungsleistung

Auch in der Praxisprüfung zeigen sich Unterschiede. Der Poliboy Bio Essig Reiniger kommt hier nur auf ein „ausreichend“, weil er im Vergleich am wenigsten Kalk löste.

Noch deutlicher ist die Schwäche beim Hygreen by Surig Natur Essig-Reiniger mit Zitronen-Frische. Das Produkt fällt bei der Kalkseifenentfernung mit „ungenügend“ durch. Selbst nach 30 Minuten Einwirkzeit waren noch nicht einmal zehn Prozent der Kalkseife entfernt.

Das ist im Alltag ein echtes Problem, denn ein Essigreiniger sollte nicht nur gegen Kalk, sondern auch gegen Seifenreste funktionieren. Gerade dieser Reiniger enthält als einziger im Test keine Tenside, sondern nur Wasser, Essig- und Zitronensäure sowie Parfüm.

Ameisensäure ist kein Vorteil

Kritisch sieht der Test auch den Einsatz von Ameisensäure. Sie gilt als ätzend, reizt die Atemwege und ist beim Einatmen giftig.

Beanstandet wurde ihr Einsatz unter anderem beim K-Classic Essigreiniger mit Apfelduft und beim Clino! Essigreiniger mit Apfel-Duft. Ein besseres Reinigungsergebnis brachte die Ameisensäure im Test aber nicht automatisch.

Worauf Verbraucher achten sollten

Essigreiniger sind nicht für alle Oberflächen geeignet. Marmor, Terrazzo und Kalkstein sollten nicht damit gereinigt werden, weil die Säure das Material angreifen kann.

Für leichte Verschmutzungen reicht es oft, den Reiniger mit Wasser zu verdünnen. Bei stärkeren Belägen kann er unverdünnt kurz einwirken, sofern die Herstellerhinweise das erlauben.

Kritisch sieht der Test außerdem unvollständige Angaben auf der Flasche. Aus Verbraucherschutzsicht sollten zumindest die verwendeten Säuren klar erkennbar sein. Auch wichtige Sicherheitshinweise wie der Schutz vor Augenkontakt oder die Aufbewahrung außerhalb der Reichweite von Kindern fehlten bei einigen Produkten.

Wer mehr Details zu den Ergebnissen lesen möchte, findet den Test beim ÖKO-TEST . Eingekauft wurden die Testprodukte im Januar 2026.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Öko-Test ist ein Verbraucher-Magazin, das Produkte aus dem Alltag untersucht und bewertet. Dabei geht es häufig um Lebensmittel, Drogerieartikel oder Haushaltsprodukte. Im Mittelpunkt stehen Inhaltsstoffe, mögliche Schadstoffe, Qualität und Verbraucherschutz.
Öko-Test prüft Produkte oft sehr genau im Labor. Je nach Produkt werden zum Beispiel Zuckergehalt, Pestizidrückstände, Mineralölbestandteile wie MOSH/MOAH, Schimmelpilzgifte oder Salzgehalt untersucht. Zusätzlich spielen je nach Warengruppe auch Geschmack, Geruch oder andere Qualitätsmerkmale eine Rolle.
Die Testergebnisse helfen Verbrauchern dabei, problematische Produkte schneller zu erkennen und bessere Kaufentscheidungen zu treffen. Denn immer wieder fallen bekannte Marken durch Schadstoffe, Rückstände oder andere Mängel auf, während günstigere oder Bio-Produkte teils deutlich besser abschneiden
Autor:

Sarah Isele aus Mannheim-Nord

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