Ernährungsprojekte: Bewusster Umgang und Wertschätzung von Lebensmitteln

Bereits im Kindergarten lernen die Kinder bewussten Umgang mit Nahrung /Symbolbild | Foto: Drazen/stock.adobe.com
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Rheinland-Pfalz. „Was wir essen hat Einfluss auf regionale und globale Strukturen, auf Ökologie, Ökonomie und Gesellschaft – und auf unsere Gesundheit. Ernährung kann erheblich dazu beitragen, unsere Ressourcen, unser Klima und unsere Artenvielfalt zu schützen. Mithilfe der Angebote der Verbraucherzentrale sollen die Menschen von Jung bis Alt darin unterstützt werden, bewusst und wertschätzend mit Lebensmitteln umzugehen und sich damit auch gesundheitsförderlich und nachhaltig zu ernähren. Damit ergänzt die Verbraucherzentrale in hervorragender Art und Weise die Maßnahmen des Ministeriums im Ernährungsbereich“, sagte Staatssekretär Michael Hauer heute in Mainz bei seinem Besuch des Infostandes der Verbraucherzentrale zum Thema „High Protein Produkte – sinnvoll oder überflüssig?“. Dort überreichte er an die Vorständin der Verbraucherzentrale, Heike Troue, zwei Förderbescheide über insgesamt 338.000 Euro.

In ihren Dankesworten ergänzte Vorständin Troue: „In einer Welt voller Trends und Werbebotschaften ist es wichtiger denn je, bei Ernährungsfragen die Fakten zu kennen. Viele Rheinland-Pfälzer vertrauen der Verbraucherzentrale, weil unsere Informationen und Empfehlungen unabhängig sind und auf Erkenntnissen aus Forschung und Medizin beruhen. Die fortgesetzte finanzielle Unterstützung ermöglicht uns diese Arbeit fortzusetzen.“

Mit 247.000 Euro wird die aus mehreren Modulen bestehende landesweite Information der Verbraucherinnen und Verbraucher im Bereich Lebensmittel und Ernährung unterstützt. Zu den Bausteinen gehören Einzelberatungen, Multiplikatoren-Schulungen, Marktchecks, Verbraucherumfragen oder Online-Veranstaltungen zum Thema „Ernährung bei niedrigerem Budget“.

Weitere 91.000 Euro fließen in das Projekt „Gut versorgt ins hohe Alter“. Hier wird beratende Unterstützung für Pflegeeinrichtungen und mittlerweile auch für ambulante Dienste, pflegende Angehörige und für Seniorinnen und Senioren selbst angeboten. Das Projekt wendet sich an Senioreneinrichtungen und „Wohngruppen für demenz-erkrankte Menschen“ sowie an pflegende Angehörige.

Michael Hauer wies darauf hin, dass das Umweltministerium der Verbraucherzentrale für die landesweite Information der Verbraucherinnen und Verbraucher im Bereich Lebensmittel und Ernährung seit 2012 bis 2025 insgesamt mehr als 2,8 Millionen Euro an Fördermitteln zur Verfügung gestellt habe. Für das Projekt „Gut versorgt ins hohe Alter“ seien im gleichen Zeitraum seitens des Landes weitere knapp 670.000 Euro an die Verbraucherzentrale geflossen. „Wie wichtig und dringend notwendig eine fundierte Aufklärung ist, macht auch der heutige Infostand zum Thema High-Protein deutlich. Gerade vor dem Hintergrund wachsender Einflüsse durch Werbung und Ernährungstrends auf Social Media ist ein verlässliches Wissensangebot heute wichtiger denn je“, so Michael Hauer.

Landesprogramm Rheinland-Pfalz isst besser

„Der Stellenwert, den wir als Umweltministerium einer gesunden und nachhaltigen Ernährung beimessen, zeigt sich insbesondere im 2013 gestarteten Landesprogramm ‚Rheinland-Pfalz isst besser‘. Es bietet ernährungsbezogene Maßnahmen für verschiedenste Verbrauchergruppen vom Kleinkind und Schulkind bis zu den Seniorinnen und Senioren. Unsere wichtigsten Ziele und Anliegen sind dabei kurz zusammengefasst die Qualitätssicherung der Kita-, Schul- und Seniorenverpflegung, eine Stärkung der Ernährungsbildung, der Lebensmittelwertschätzung, weniger Lebensmittelverschwendung sowie der Umwelt- und Klimaschutz durch die Unterstützung kurzer Lieferketten und Transportwege, durch den regionalen und saisonalen Bezug von Lebensmitteln und die Stärkung einer nachhaltigen, ökologischen landwirtschaftlichen Erzeugung. Dies vor Augen werden wir uns auch weiterhin für eine gesundheitsförderliche und nachhaltige Ernährung vom Kita- bis ins Seniorenalter einsetzen und dabei auch weiterhin auf eine erfolgreiche Kooperation mit der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz bauen“, so Michael Hauer.red

Autor:

Karin Hoffmann aus Ludwigshafen

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