Epileptischer Anfall: So leistet man richtig Erste Hilfe
- Symbolfoto: Wenn es plötzlich zu einem epileptischen Anfall kommt, hilft es, die wichtigsten Erste-Hilfe-Grundregeln zu kennen und typische Fehler zu vermeiden.
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Erste Hilfe bei Epilepsie. Wer bei einem epileptischen Anfall die wichtigsten Handgriffe kennt, kann im Alltag ruhig bleiben, Verletzungen verhindern und typische Fehler vermeiden.
Epilepsie ist für Außenstehende oft nicht sichtbar, die Situation kann aber plötzlich in der U-Bahn, im Büro oder beim Einkaufen auftreten. Zum 30. Tag der Epilepsie macht der Pharmahersteller Angelini Pharma auf Aufklärungsbedarf aufmerksam und berichtet aus einer repräsentativen Befragung: 27,6 Prozent der Bevölkerung würden bei einem großen epileptischen Anfall fälschlicherweise versuchen, der betroffenen Person etwas in den Mund oder unter die Zunge zu stecken.
Menschen mit Epilepsie erleben solche Unsicherheit im Alltag immer wieder. Sina Lang, die mit Epilepsie lebt, wünscht sich, dass grundlegende Regeln bekannt sind und zugleich klar ist, dass Betroffene „ganz normal am Arbeits- und Sozialleben teilhaben können“.
Was bei einem Anfall wichtig ist und welche Fehler häufig passieren
Ein verbreiteter Mythos ist, dass bei einem Anfall „etwas zwischen die Zähne“ gehört. Genau das kann gefährlich sein, weil dabei Zähne, Kiefer oder Schleimhäute verletzt werden können oder Gegenstände in die Atemwege geraten.
Praktisch hilfreich ist, sich drei Punkte zu merken, die sich aus den geschilderten Wissenslücken ableiten lassen.
- Nichts in den Mund stecken. Das gilt auch für vermeintlich „weiche“ Gegenstände.
- Ruhig bleiben und Platz schaffen. Das senkt das Risiko für zusätzliche Verletzungen durch Umstehende oder Hindernisse.
- Nach dem Anfall orientieren und begleiten. Viele Betroffene wirken danach kurz verwirrt oder erschöpft, das ist eine häufige Alltagserfahrung.
Dass Epilepsie sehr unterschiedlich verlaufen kann, macht auch der Künstler und Musiker Wolfgang Suchner deutlich. Er beschreibt einen Anfall als „Lichtschalter“, der ausgeht und später wieder angeht, dazwischen liege ein „Loch in der Zeit“. Diese Perspektive erklärt, warum Betroffene sich nach einem Anfall nicht immer sofort erinnern oder direkt ansprechbar sind.
Angelini Pharma setzt in der Kampagne „Epilepsie. Menschlich wie Du.“ auf persönliche Geschichten und eine Roadshow, die Mythen und Erste Hilfe im öffentlichen Raum thematisiert. Weitere Informationen zur Kampagne und zu Erste Hilfe sind unter https://www.angelinipharma.de/kernbereiche/brain-health/epilepsie/menschlich-wie-du/ sowie in der Pressemappe unter http://www.angelinipharma.de/media/presse/ zu finden.
Im Alltag zählt vor allem: Wer typische Irrtümer wie „etwas in den Mund stecken“ vermeidet und die Situation absichert, reduziert zusätzliche Risiken und hilft Betroffenen am zuverlässigsten.
Autor:Thorsten Kornmann aus Karlsruhe |