Einbruchschutz im Sommer: So bleibt das Zuhause sicher

Einbruchschutz im Sommer: Eine gekippte Terrassentür wirkt wie eine Einladung auf Einbrecher. | Foto: dpa
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Einbruchschutz im Sommer. Offene oder gekippte Fenster, unverschlossene Terrassentüren und offene Garagen machen Häuser und Wohnungen in der warmen Jahreszeit leichter angreifbar. Im Alltag hilft vor allem eine einfache Regel: Auch bei kurzem Weg nach draußen sollten erreichbare Fenster und Türen wirklich geschlossen und verriegelt sein.

Warme Abende, Grillrunden, Public Viewing oder Gartenfeste verändern laut dem Netzwerk Zuhause sicher oft die gewohnten Abläufe. Genau diese Routinebrüche schaffen Gelegenheiten, weil Täter meist nicht den spektakulären Einstieg suchen, sondern den einfachen Zugang.

Gekippte Fenster gelten aus Sicht von Einbrechern oft schon als offene Fenster. Auch beim Versicherungsschutz kann das Folgen haben, weil Versicherer ein gekipptes Fenster unter Umständen wie ein offenes werten.

Sommerfehler bei Fenstern, Türen und Garage erhöhen das Risiko

Nicht nur bei der Urlaubsreise, auch beim kurzen Gang zum Bäcker, zu Nachbarn oder zum Fußballabend kommt es auf konsequentes Verriegeln an. Türen nur ins Schloss fallen zu lassen, reicht nach Angaben des Netzwerks nicht, weil sich Haus- und Terrassentüren oft in wenigen Sekunden mit einfachem Werkzeug und fast geräuschlos aufhebeln lassen.

Ein typischer Sommerfehler ist die offenstehende Garage, weil bald noch jemand losfährt oder Gartengeräte gebraucht werden. Ist die Garage direkt mit dem Haus verbunden, wird auch die Verbindungstür zum möglichen Schwachpunkt. Das Netzwerk empfiehlt deshalb, auch Garagen, Keller- und Nebeneingänge in die Einbruchsicherung einzubeziehen.

Vor dem Urlaub zählt vor allem Unauffälligkeit

Wer verreist, sollte die eigene Abwesenheit möglichst wenig sichtbar machen. «Reisedaten und Dauer des Sommerurlaubs sollten grundsätzlich nur mit wenigen und vertrauten Menschen geteilt werden», rät Philip Chorzelewski, Experte der Stiftung Warentest. Hinweise in großen Chatgruppen, Social-Media-Posts in Echtzeit oder Notizen für Paketdienste an der Tür können Abwesenheit unnötig offenlegen.

Auch bei der Abreise hilft ein unauffälliger Ablauf. Gepäck lässt sich möglichst so vorbereiten, dass es schnell eingeladen werden kann. Längere Verabschiedungen wirken weniger auffällig, wenn sie nach drinnen verlagert werden.

Damit ein Haus oder eine Wohnung während der Reise nicht verlassen wirkt, können Nachbarn oder Freunde den Briefkasten leeren, Pflanzen gießen und Rollläden bewegen. Zusätzlich können Zeitschaltuhren, Apps, Bewegungsmelder oder Beleuchtung dafür sorgen, dass das Zuhause bewohnt erscheint.

Wertsachen nicht sichtbar lagern und Technik gezielt prüfen

Sichtbare Wertgegenstände wie ein Laptop am Fenster, Schmuck auf der Kommode oder griffbereites Werkzeug im Garten können Täter anlocken oder ihnen helfen. Solche Dinge sollten von außen nicht einsehbar sein, sondern etwa in einem Tresor oder Bankschließfach liegen.

Den besten Schutz bietet nach Einschätzung des Netzwerks Zuhause sicher die Kombination aus aufmerksamem Verhalten und fachgerecht montierter Sicherheitstechnik. Absicherungen für erreichbare Fenster, Türen und die Verbindungstür zur Garage sollten sich an polizeilichen Empfehlungen orientieren. Polizeiliche Beratungsstellen informieren dazu kostenlos.

Überwachungskameras können laut Stiftung Warentest zusätzlich abschrecken und im Ernstfall bei der Aufklärung helfen. Vor dem Kauf kommt es auf praktische Fragen an.

  • Woher kommt der Strom.
  • Wo werden Bilder gespeichert.
  • Welche Zusatzfunktionen werden tatsächlich gebraucht.

Vor einer längeren Abwesenheit lohnt außerdem ein Blick in die Hausratversicherung. Relevant sind vor allem die Pflichten zum Sichern von Fenstern und Türen und die passende Haftungssumme. Im Alltag ist Einbruchschutz im Sommer vor allem dann wirksam, wenn kleine Nachlässigkeiten nicht zur offenen Gelegenheit werden. dpa/red

Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

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