E-Roller kaufen: Wann sich der Akku-Antrieb im Alltag lohnt
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E-Roller kaufen. Elektrische Roller und Motorräder lohnen sich vor allem für kurze tägliche Strecken in der Stadt, wenn Reichweite, Ladezeit und Gewicht zum eigenen Fahrprofil passen.
Schnelle Beschleunigung, leiser Antrieb und geringe Unterhaltskosten machen E-Zweiräder für Pendler und den urbanen Alltag attraktiv. Gleichzeitig sind sie oft teurer in der Anschaffung, schwerer als vergleichbare Verbrenner und bei der Reichweite begrenzt.
"E-Roller rentieren sich für Vielfahrer, die täglich wenige Kilometer zurücklegen", sagt Constantin Hack vom Auto Club Europa (ACE). Bei vielen Modellen reicht die Akku-Kapazität für rund 60 Kilometer. Roller wie Silence S01 oder Niu NQiX kommen laut Hersteller auf bis zu 130 Kilometer.
Reichweite und Laden bleiben die wichtigsten Kaufkriterien
Neben dem oft kleinen Aktionsradius kann auch das Laden im Alltag einschränken. Viele E-Roller laden vergleichsweise langsam. Dafür lassen sich bei zahlreichen Modellen die Akkus herausnehmen und in der Wohnung laden. "Manche Hersteller bieten ein Doppel-Akkusystem an, dass zwar teurer ist, aber die Reichweite verdoppelt", sagt Constantin Hack.
Bei elektrischen Motorrädern fällt die Reichweite oft größer aus. Modelle wie Can-Am Pulse und Origin kommen auf 160 Kilometer, die Black Tea Wildfire mit zwei Akkus auf 260 Kilometer, die Honda WN7 auf 140 Kilometer, die Ultraviolette F77 Mach 2 Recon auf 143 Kilometer und die Livewire S2 Del Mar auf 146 Kilometer. Teilweise ist das Laden an öffentlichen Säulen per Type2- oder CCS-Stecker möglich, teils auch per Schnellladen mit Gleichstrom.
"Dennoch ist die Reichweite bei elektrischen Motorrädern eingeschränkt und für längere Touren wenig geeignet", sagt Hack. Die meisten E-Motorräder bleiben demnach deutlich unter 200 Kilometern pro Akkuladung. Ihre Stärken liegen eher auf kurzen Strecken und im Stadtverkehr.
Hinzu kommen praktische Vorteile bei Wartung und Fahrverhalten. Trotz höheren Gewichts bieten E-Fahrzeuge einen niedrigen Schwerpunkt und kräftige Beschleunigung. Außerdem fehlen Bauteile wie Vergaser, Einspritzung, Auspuff, Zündkerzen oder Kupplung, die bei klassischen Modellen im Lauf der Zeit Probleme machen können.
Vor dem Kauf kann eine längere Probefahrt helfen, Reichweite, Sitzposition und Gewicht realistisch einzuordnen. In Großstädten lassen sich kleinere E-Roller zudem oft günstig über Sharing-Angebote testen. Unterm Strich passen E-Zweiräder vor allem dann gut, wenn kurze Alltagswege wichtiger sind als lange Touren. dpa/red
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |