Doppelt so viele Fälle: Rheinland-Pfalz rät zur Keuchhusten-Auffrischimpfung
- In Rheinland-Pfalz gibt es mehr Keuchhustenfälle. (Symbolbild)
- Foto: Daniel Karmann/dpa
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Rheinland-Pfalz. In Rheinland-Pfalz werden wieder mehr Keuchhustenerkrankungen gemeldet. Das Landesuntersuchungsamt rät deshalb dazu, den eigenen Impfschutz zu überprüfen. Besonders für Säuglinge kann die Infektion gefährlich werden.
Nach Angaben der Behörde wurden im Januar und Februar durchschnittlich 0,7 Erkrankungen pro 100.000 Einwohner pro Monat registriert. Im März und April stieg der Wert auf 1,4 Fälle pro 100.000 Einwohner. Damit haben sich die Zahlen innerhalb weniger Wochen verdoppelt. Sie liegen auch über dem Niveau des Vorjahres und erinnern an den Beginn der Keuchhustenwelle im Jahr 2024.
Für Säuglinge besonders gefährlich
Keuchhusten. Medizinisch Pertussis. Die Krankheit wird durch Bakterien ausgelöst und ist hochansteckend. Die Übertragung erfolgt meist über Tröpfchen beim Husten oder Niesen. Typisch sind starke Hustenanfälle, die über mehrere Wochen anhalten können.
Bei gesunden Erwachsenen verläuft die Erkrankung häufig ohne schwere Folgen. Für Säuglinge kann sie jedoch lebensbedrohlich sein. Bei ihnen treten teilweise plötzliche Atemprobleme auf, oft sogar ohne den typischen Husten.
Behörde empfiehlt Impfschutz zu prüfen
Nach Daten aus Schuleingangsuntersuchungen sind mehr als 90 Prozent der Schulkinder in Rheinland-Pfalz vollständig geimpft. Der Schutz lässt jedoch im Laufe der Jahre nach. Regelmäßige Auffrischimpfungen sind deshalb wichtig.
Das Landesuntersuchungsamt empfiehlt besonders folgenden Gruppen, den Impfschutz zu prüfen.
- Schwangere
- Enge Kontaktpersonen von Neugeborenen
- Jugendliche und Erwachsene ohne aktuelle Auffrischimpfung
Ziel ist es, Säuglinge indirekt zu schützen. Sie können selbst erst später vollständig geimpft werden. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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