Die Mütter von Cherson: Oper über verschleppte Kinder
- Die Mütter von Cherson: Oper und Dokumentation erzählen von den verschleppten Kindern der Ukraine.
- Foto: © Teatr Wielki
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Die Mütter von Cherson. Mehr als 20.000 ukrainische Kinder wurden seit Beginn des Krieges nach Russland verschleppt. ARTE verbindet am 24. Oktober eine Oper über dieses Schicksal mit einer Dokumentation über die betroffenen Familien.
Im Mittelpunkt stehen Mütter und Großmütter aus dem Süden der Ukraine, die ihre Kinder zurückholen wollten. Einige legten dafür fast 5.000 Kilometer bis zu einem Lager auf der Krim zurück, in dem die Kinder festgehalten wurden.
Die Oper entstand als Koproduktion der Metropolitan Opera New York und der Polnischen Nationaloper. Ihre szenische Uraufführung fand am 16. Oktober im Teatr Wielki in Warschau statt.
Die Mütter von Cherson: Zwischen Bühne und Wirklichkeit
Maxim Kolomiiets, ein ukrainischer Komponist, verarbeitet die Geschichten der Frauen mit musikalischen Themen aus der Ukraine. Das Libretto des amerikanischen Autors George Brant beruht auf Interviews mit Müttern, Großmüttern und Jugendlichen, die zurückgekehrt sind.
Auf der Bühne verkörpert ein Kinderchor die verschleppten Kinder. Barbara Wysocka übernimmt die Inszenierung, Keri-Lynn Wilson leitet die musikalische Aufführung.
Die Dokumentation von Regisseur Jobst Knigge begleitet unter anderem die ukrainische Dokumentaristin Sasha Andrusyk, Maxim Kolomiiets und die Sängerin Mariia Udovenko. Udovenko musste Teile ihrer Familie nach Polen in Sicherheit bringen.
Eine Mutter holt ihren Sohn von der Krim zurück
Die Dokumentation erzählt auch die Geschichte von Yulia Radzevilova und ihrem damals zwölfjährigen Sohn Maxim. Um ihn vor den Angriffen auf Cherson zu schützen, schickte sie ihn in ein Feriencamp auf der Krim, doch er durfte nicht zurückkehren.
Nach einer abenteuerlichen Reise gelang es Yulia Radzevilova, ihren Sohn zurückzuholen. Bei einer Voraufführung in Kiew erlebten beide ihre eigene Geschichte auf der großen Bühne.
Die 30-minütige Dokumentation läuft am 24. Oktober um 22.35 Uhr auf ARTE und arte.tv. Anschließend folgt um 23.10 Uhr die 135-minütige Opernaufzeichnung, die arte.tv mit deutschen, französischen, polnischen und ukrainischen Untertiteln anbietet. [red]
Autor:Film und Fernsehen: Shows, Serien und Stars aus Ludwigshafen |