Die Anstalt: ver.di wirft ZDF-Intendant Himmler Eingriff vor
- Die Anstalt steht im Mittelpunkt einer ver.di-Kritik an ZDF-Intendant Norbert Himmler. Es geht um einen verhinderten Auftritt von Danger Dan und Igor Levitt.
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Die Anstalt. Nach Kritik der Gewerkschaft ver.di soll ZDF-Intendant Norbert Himmler in Entscheidungen der Redaktion eingegriffen haben. Im Mittelpunkt steht ein verhinderter Auftritt von Danger Dan und Igor Levitt.
Christoph Schmitz-Dethlefsen, im ver.di-Bundesvorstand für Medien und Kultur zuständig, nennt die Intervention „eine gravierende Fehlentscheidung“. Er fordert, der Intendant müsse „die Entscheidungen von Redaktionen sowie die Kunst- und Rundfunkfreiheit schützen“.
Die Anstalt: ver.di spricht von Vertrauensverlust
Schmitz-Dethlefsen kritisiert, Himmler greife in die Arbeit der Redaktion ein und begründet das mit möglichen Reaktionen auf eine Satire-Sendung. In der Stellungnahme heißt es dazu: „Mit diesem Eingriff aus Angst vor möglicher Kritik an einer Satire-Sendung, deren Inhalte sorgfältig vorbreitet und geprüft worden sind, fällt Himmler seiner Redaktion und den beiden Künstlern in den Rücken.“
ver.di spricht in dem Zusammenhang von einem „schwer zu heilenden Vertrauensverlust der ZDF-Kolleginnen und -Kollegen in die Medienfreiheit und die Unterstützung durch ihren Intendanten“. Außerdem verweist die Gewerkschaft darauf, dass das ZDF dem Schutzkodex zur Abwehr von Angriffen auf Medienschaffenden in ihrer Berufsausübung nicht beigetreten sei.
Der Song erschien bei Youtube
Schmitz-Dethlefsen verbindet den aktuellen Vorgang mit der Frage, ob mutige Recherchen, Reportagen in Gefahrenzonen im In- und Ausland und Meinungsvielfalt im Haus ausreichend Rückhalt bekommen. Er fordert: „Norbert Himmler muss sich schützend vor seine Programm-Macherinnen und -Macher stellen und sollte sich den Titel des nun auf Youtube statt im ZDF erstveröffentlichten Songs „Keine Angst“ zu seinem Motto machen.“
Zum Abschluss bedankt er sich bei den beiden Künstlern: „Ich danke Danger Dan und Igor Levitt dafür, diesen Vorgang öffentlich gemacht zu haben und damit für ihre Kunst einzustehen“, erklärt Schmitz-Dethlefsen. [red]
Autor:Stephanie Walter aus Wochenblatt Kaiserslautern |