Deutschland - Deine Schulden: So erkennt man frühe Warnsignale
- Deutschland - Deine Schulden dreht sich um Menschen, die mit Überschuldung kämpfen. Schuldnerberater Max Postulka erklärt, welche Schritte früh helfen können.
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Deutschland - Deine Schulden. Wenn Mahnungen liegen bleiben und der Überblick über Einnahmen und Ausgaben fehlt, kann aus einer kurzfristigen Geldlücke schnell eine echte Überschuldung werden. In der RTLZWEI-Sozialreportage begleitet Rechtsanwalt und Schuldnerberater Max Postulka Menschen, die mit ihren Schulden kämpfen.
Eine neue Folge läuft am 31. August um 20.15 Uhr bei RTLZWEI und steht sieben Tage vorher auf RTL+ bereit. Wiederholungen zeigt RTLZWEI montags um 20.15 Uhr.
Welche Fehler besonders oft passieren
Aus seiner Beratungspraxis nennt Postulka mehrere typische Stolperfallen. Viele Betroffene warten zu lange ab, ignorieren Mahnungen oder Vollstreckungsmaßnahmen und suchen aus Scham keine Hilfe.
Dazu kommt oft fehlender Überblick über das eigene Budget. Auch dauerhaft genutzte Dispokredite oder Kreditkarten sowie ungeprüfte laufende Verträge wie Abonnements können laut Postulka schnell zur Kostenfalle werden.
Deutschland - Deine Schulden: Postulkas Rat für den ersten Schritt
Postulka ordnet ein, warum das Thema gerade für viele drängend ist: „Die Lebenshaltungskosten sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Für viele Menschen wird es dadurch immer schwieriger, ihre laufenden Ausgaben zu bezahlen oder bestehende Schulden abzubauen. Umso wichtiger ist es, die richtigen Prioritäten zu setzen und bei finanziellen Problemen frühzeitig zu handeln“, sagt er.
Sein Ansatz beginnt schon vor der ersten Mahnung: Ausgaben regelmäßig prüfen, zum Beispiel mit einem Haushaltsbuch oder einer App, um Engpässe früh zu erkennen. Außerdem empfiehlt er einen finanziellen Puffer für unerwartete Ausgaben und rät, Kredite nur für notwendige Anschaffungen aufzunehmen, deren Rückzahlung dauerhaft gesichert ist.
Konkrete Hilfe, bevor es richtig eng wird
Wenn eine Kontopfändung droht, rät Postulka dazu, rechtzeitig ein Pfändungsschutzkonto einzurichten. So bleibt ein gesetzlich festgelegter Grundfreibetrag verfügbar.
Für ihn bleibt aber vor allem ein Punkt entscheidend: frühzeitig professionelle Hilfe holen. „Ein Satz, den ich besonders häufig höre, lautet: 'Warum habe ich das nicht schon viel früher gemacht?'. Der erste Schritt fällt vielen schwer. Wer sich jedoch frühzeitig Hilfe sucht, hat meist deutlich bessere Möglichkeiten, seine Schulden dauerhaft in den Griff zu bekommen“, sagt Postulka. [red]
Autor:Stephanie Walter aus Wochenblatt Kaiserslautern |