Der Junge Dokumentarfilm: Der Preis der Sichtbarkeit

Der Junge Dokumentarfilm: Die Staffel umfasst drei Dokumentarfilme über Sichtbarkeit, Identität und den Wunsch nach Anerkennung. | Foto: © SWR/Benjamin Rost/SWR - Südwestrundfunk
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Der Junge Dokumentarfilm. Drei Filme erzählen von Menschen, die in der Öffentlichkeit ihren Platz suchen und dabei den Preis der Sichtbarkeit erfahren. Die neue Staffel läuft ab dem 5. November im SWR und steht ab dem jeweiligen Sendetermin auch in der ARD Mediathek bereit.

Im Mittelpunkt stehen Anerkennung, Ausdruck und die Möglichkeit, die eigene Geschichte selbst zu erzählen. Die Filme führen dafür auf die Opernbühne, in die Fernsehgeschichte und in die junge Musikszene des Kosovo.

Der Junge Dokumentarfilm: Drei sehr unterschiedliche Wege ins Rampenlicht

Den Auftakt macht am 5. November um 23.35 Uhr „Born to Fake“. Der Film rekonstruiert den Aufstieg und Fall von Michael Born, der sich als Selfmade-Journalist und Erfinder der Fake News bezeichnete und in den 1990er-Jahren zahlreiche Fernsehbeiträge fälschte.

Die Regisseure Erec Brehmer und Benjamin Rost stießen auf Borns Nachlass mit Rohmaterial, Kassetten, Dias und bislang unbekannten Fälschungen. Über fünf Jahre sichteten sie das Material und ordneten Borns Geschichte zwischen Täuschung, Medienkritik und seinem aufsehenerregenden Prozess ein, der 1996 mit einer Haftstrafe von vier Jahren endete.

Am 12. November um 23.35 Uhr folgt „Leben für die Oper - Primadonna or Nothing“. Juliane Sauters Kinodokumentarfilm begleitet drei Sängerinnen mit sehr unterschiedlichen Erfahrungen im Opernbetrieb.

Valerie Eickhoff steht noch am Anfang und hadert mit ihrer Rolle als Zweitbesetzung. Angel Blue, amerikanische Grammy-Gewinnerin und Sängerin auf großen Bühnen, erlebt nach 15 Jahren ohne Pause die körperliche Erschöpfung und den dauerhaften Erwartungsdruck ihres Berufs. Renata Scotto blickt in Savona auf ihre Karriere als bedeutende Sopranistin zurück und engagiert sich weiter als Mentorin.

Zwischen Pristina und der großen Opernbühne

Den Abschluss bildet am 19. November um 23.35 Uhr „Palace of Youth“. Die amerikanische Regisseurin Maddie Gwinn begleitet darin drei junge Musiker aus Pristina und eine Musikszene, die zwischen lokaler Verwurzelung und globalen Einflüssen ihren Ausdruck sucht.

Der Film verbindet den Alltag der Musiker mit Fragen nach Identität, Zugehörigkeit und Selbstbehauptung. Dabei spielen politische Unsicherheit, wirtschaftliche Einschränkungen und digitale Vernetzung ebenso eine Rolle wie der Wiederaufbau nach dem Krieg.

Die drei Dokumentarfilme entstanden in enger inhaltlicher Zusammenarbeit mit der Redaktion Dokumentarfilm des SWR. Der SWR und die MFG Filmförderung Baden-Württemberg förderten die Produktionen. Alle Filme bietet das Angebot barrierefrei mit Untertiteln, Audiodeskription und Deutscher Gebärdensprache an. [red]

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Film und Fernsehen: Shows, Serien und Stars aus Ludwigshafen

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