Demenz vorbeugen: Diese Faktoren können das Risiko senken
- Geistig aktiv zu bleiben, gehört zu den Faktoren, die bei der Demenzprävention eine Rolle spielen können.
- Foto: Bits and Splits/stock.adobe.com
- hochgeladen von Heike Schwitalla
Gesundheit. Demenz ist keine einzelne Erkrankung, sondern ein Oberbegriff für verschiedene Krankheitsbilder, bei denen die geistigen Fähigkeiten zunehmend beeinträchtigt werden. Betroffen sein können unter anderem Gedächtnis, Orientierung, Sprache und die Fähigkeit, alltägliche Aufgaben zu bewältigen. Die häufigste Form ist die Alzheimer-Demenz.
Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko für eine Demenzerkrankung. Doch auch andere Faktoren spielen eine Rolle. Das Demenzrisiko wird von verschiedenen gesundheitlichen und lebensstilbezogenen Faktoren beeinflusst – und einige davon lassen sich verändern. Bewegung, Ernährung, Blutdruck, Rauchen und Alkoholkonsum gehören ebenso dazu wie geistige Aktivität und die Behandlung von Hörproblemen. Aktuelle Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zeigen, worauf es bei der Demenzprävention ankommt.
Prävention - was jeder für sich selbst tun kann
Das Demenzrisiko wird von vielen Faktoren beeinflusst – und einige davon lassen sich im Alltag verändern. Bewegung, Ernährung, Blutdruck, Rauchen und Alkoholkonsum gehören ebenso dazu wie geistige Aktivität und die Behandlung von Hörproblemen. Aktuelle Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation zeigen, worauf es bei der Demenzprävention ankommt.
Demenz ist keine zwangsläufige Folge des Älterwerdens. Zwar steigt das Risiko mit zunehmendem Alter, gleichzeitig gibt es verschiedene beeinflussbare Faktoren. Nach aktuellen Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) können Maßnahmen über den gesamten Lebensverlauf dazu beitragen, den Beginn einer Demenz zu verhindern oder hinauszuzögern.
Bewegung hält den Körper in Gang
Regelmäßige körperliche Aktivität gehört zu den Maßnahmen, die die WHO zur Verringerung des Demenzrisikos empfiehlt. Bewegung wirkt sich zudem positiv auf Blutdruck, Gewicht und Stoffwechsel aus. Dafür muss es kein Leistungssport sein. Zügiges Gehen, Radfahren, Schwimmen oder andere regelmäßige Aktivitäten lassen sich gut in den Alltag integrieren.
Blutdruck, Blutzucker und Cholesterin im Blick behalten
Bluthochdruck, Diabetes und erhöhte Cholesterinwerte stehen mit einem erhöhten Demenzrisiko in Verbindung. Deshalb sollten diese Werte regelmäßig kontrolliert und bekannte Erkrankungen behandelt werden. Besonders Bluthochdruck kann die Blutgefäße schädigen und das Schlaganfallrisiko erhöhen. Durchblutungsstörungen im Gehirn können wiederum zu einer vaskulären Demenz beitragen.
Nicht rauchen, Alkohol begrenzen, ausgewogen ernähren
Rauchen gehört zu den veränderbaren Risikofaktoren für Demenz. Auch schädlicher Alkoholkonsum kann gesundheitliche Risiken erhöhen. Die WHO empfiehlt deshalb, nicht zu rauchen und schädlichen Alkoholkonsum zu vermeiden beziehungsweise zu reduzieren.
Eine ausgewogene Ernährung unterstützt ein gesundes Körpergewicht und kann dazu beitragen, Erkrankungen wie Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen oder sie besser zu kontrollieren. Eine bestimmte „Demenz-Diät“ gibt es jedoch nicht.
Auch Nahrungsergänzungsmittel sind kein nachgewiesener Schutz. Die WHO empfiehlt Vitaminpräparate, Omega-3-Fettsäuren oder Multivitaminpräparate nicht gezielt zur Demenzprävention, wenn kein entsprechender Mangel vorliegt.
Geistig und sozial aktiv bleiben
Lesen, Musizieren, Lernen, Rätseln und andere geistig anregende Tätigkeiten können dabei helfen, geistig aktiv zu bleiben. Auch soziale Kontakte gehören zu den Maßnahmen, die die WHO im Zusammenhang mit der Demenz-Risikoreduktion berücksichtigt.
Hörprobleme abklären lassen
Auch Hörverlust steht mit einem erhöhten Demenzrisiko in Zusammenhang. Eine zunehmende Schwerhörigkeit sollte deshalb medizinisch abgeklärt werden. Die aktuelle WHO-Leitlinie nennt die Versorgung mit Hörhilfen als mögliche Maßnahme zur Risikoreduktion.
Demenz vorbeugen: Was im Alltag zählt
Regelmäßige Bewegung, Nichtrauchen, wenig beziehungsweise kein schädlicher Alkoholkonsum, eine ausgewogene Ernährung sowie die Kontrolle von Blutdruck, Blutzucker und Cholesterin sind wichtige Ansatzpunkte. Hinzu kommen geistige und soziale Aktivität sowie die Behandlung von Hörproblemen. Keine dieser Maßnahmen kann eine Demenz sicher verhindern. Sie können aber dazu beitragen, beeinflussbare Risikofaktoren zu reduzieren und den Erkrankungsbeginn möglicherweise hinauszuzögern.
Autor:Heike Schwitalla aus Germersheim |
|
| Heike Schwitalla auf Facebook | |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.