Bundeswehr wechselt Marine-Spitze: Abry übernimmt von Kaack
- Kommandoübergabe und Großer Zapfenstreich an der Marineschule Mürwik.
- Foto: Marine/Tanja Wendt
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Bundeswehr / Marine: An der Spitze der Deutschen Marine steht ein Wechsel bevor. Generalinspekteur Carsten Breuer übergibt am Mittwoch, 30. September, an der Marineschule Mürwik in Flensburg das Kommando von Vizeadmiral Jan Christian Kaack an Konteradmiral Wilhelm Tobias Abry. Das teilte die Marine mit. Für Kaack endet damit nach mehr als vier Jahren die Zeit als Inspekteur der Marine. Nach der Kommandoübergabe wird er mit einem Großen Zapfenstreich aus dem aktiven Dienst verabschiedet und tritt in den Ruhestand.
Kaack führte die Marine seit 2022
Kaack steht seit März 2022 an der Spitze der Deutschen Marine. Seine Amtszeit war vor allem von der veränderten sicherheitspolitischen Lage in Europa geprägt. Unter seiner Führung richtete sich die Marine verstärkt auf die Landes- und Bündnisverteidigung aus. Mit dem „Kurs Marine“ wurde zudem die strategische Ausrichtung der Teilstreitkraft weiterentwickelt. Vor seiner Berufung zum Inspekteur hatte Kaack zahlreiche Führungsaufgaben übernommen. Unter anderem kommandierte er die Fregatte „Bayern“ und die Einsatzflottille 1. Zudem führte er das NATO Joint Warfare Centre im norwegischen Stavanger.
Abry übernimmt das Kommando
Mit Wilhelm Tobias Abry rückt ein langjähriger Marineoffizier an die Spitze. Er trat 1988 in die Bundeswehr ein und war unter anderem Kommandant des Schnellbootes „Puma“ und der Fregatte „Niedersachsen“. Später führte er die Marineschule Mürwik – jenen Ort, an dem er nun das Kommando über die gesamte Deutsche Marine übernimmt. Weitere Stationen führten Abry ins Bundesministerium der Verteidigung und zur NATO. Einsatzerfahrung sammelte er unter anderem bei „Enduring Freedom“ und der EU-Mission „Atalanta“. Zuletzt war der Konteradmiral im Verteidigungsministerium eingesetzt. Die Kommandoübergabe und der anschließende Große Zapfenstreich finden am Mittwoch an der Marineschule Mürwik statt. Mit Kaacks Verabschiedung endet zugleich eine mehr als 40-jährige Laufbahn in der Bundeswehr. red/est
Autor:Erik Stegner aus Landstuhl |