Bundeswehr beendet Rückverlegung aus Erbil und zieht aus Irak ab
- Rückkehr aus Erbil. Die Bundeswehr zieht aus dem Irak ab.
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Bundeswehr: Die Bundeswehr hat nach eigenen Angaben die Rückverlegung ihres Kontingents aus Erbil abgeschlossen und zieht damit ihre Einheiten aus Irak ab. Das teilte das Operative Führungskommando der Bundeswehr am 1. Oktober mit. Der Abzug beendet laut Mitteilung einen zentralen Teil des deutschen Beitrags zur internationalen Anti-IS-Koalition im Rahmen der Mission Counter-Daesh / Capacity Building Iraq (CD/CBI). In der Mitteilung heißt es, der Schritt markiere den Übergang von direkter militärischer Unterstützung hin zu eigenständiger Sicherheitsverantwortung der irakischen Kräfte.
Der Standort Erbil in der Autonomen Region Kurdistan war nach Angaben der Bundeswehr seit Beginn des Mandats im Jahr 2015 Teil des deutschen Engagements gegen den sogenannten Islamischen Staat (IS). Generalleutnant Günter Katz, Kommandierender General Luftwaffentruppenkommando, erklärte: "Nach mehr als einem Jahrzehnt endet die aktuelle Präsenz der Bundeswehr in der Region Kurdistan-Irak. Unter sich dynamisch verändernden Situationen haben die eingesetzten Soldatinnen und Soldaten ihren Auftrag professionell sowie engagiert erfüllt."
Ausbildung, Beratung und Unterstützung als Schwerpunkt
Der Schwerpunkt der Arbeit in Erbil lag laut Mitteilung auf Ausbildung, Beratung und materieller Unterstützung der regulären irakischen Streitkräfte sowie der kurdischen Peschmerga. Was 2015 als Soforthilfe begonnen habe, habe sich zu einem nachhaltigen Fähigkeitsaufbau (Capacity Building) entwickelt. Die Mitteilung führt aus, dass die lokalen Sicherheitskräfte dadurch das operative Rüstzeug sowie militärisches Knowhow erhalten hätten, um verbliebenen IS-Zellen eigenständig entgegenzutreten. Generalleutnant Alexander Sollfrank, Befehlshaber des Operativen Führungskommandos der Bundeswehr und Nationaler Territorialer Befehlshaber, sagte: "Der deutsche Einsatz in Erbil war ein zentraler Baustein des Erfolges der internationalen Gemeinschaft, den Vormarsch des IS zu stoppen. Unsere Soldatinnen und Soldaten haben unter oft herausfordernden Bedingungen einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung der gesamten Region geleistet." Der Rückbau des Feldlagers und der Materialabtransport erfolgten nach Angaben der Bundeswehr in enger Abstimmung mit internationalen Partnern und der irakischen Regierung. red/est
Autor:Erik Stegner aus Landstuhl |