Brenner-Sperrung trifft Baden-Württemberg: Staugefahr am Samstag
- Die wichtigste Nord-Süd-Verbindung der Alpen ist wegen einer Demonstration in Österreich gesperrt. (Archivbild)
- Foto: Sven Hoppe/dpa
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Baden-Württemberg. Autofahrer aus dem Südwesten müssen sich am Samstag, 30. Mai, auf massive Verkehrsprobleme Richtung Alpen einstellen. Eine Demonstration führt zu einer stundenlangen Sperre der Brenner-Autobahn. Besonders Reisende aus Baden-Württemberg könnten dadurch in langen Staus stehen.
Der ADAC Württemberg warnt vor erheblichen Verzögerungen rund um den wichtigsten Alpenübergang. „Es wird nicht schön, wenn man an dem Tag unterwegs ist“, sagt Verkehrsexperte Julian Häußler. Wer es am Samstag nicht bis 11 Uhr über den Brenner schafft, riskiere Wartezeiten bis in den späten Abend.
Der Automobilclub rät deshalb, Fahrten möglichst auf Montag, 1. Juni, oder Dienstag, 2. Juni, zu verschieben.
Staus schon am Freitag erwartet
Die Auswirkungen könnten bereits am Freitag, 29. Mai, spürbar sein. Nach Einschätzung des ADAC dürfte der Verkehr ab Mittag deutlich zunehmen. Viele Reisende könnten ihre geplante Fahrt vorziehen. Dadurch drohen bis in den Abend hinein lange Staus.
Auch im Südwesten werden Ausweichbewegungen erwartet. Besonders belastet sein könnten mehrere wichtige Autobahnen:
- A5 zwischen Karlsruhe und Basel
- A81 von Stuttgart in Richtung Singen
- A8 zwischen Stuttgart und Ulm
Demonstration legt Brenner-Route lahm
Auslöser der Sperre ist eine Demonstration im österreichischen Wipptal. Initiiert wurde der Protest vom Bürgermeister der Gemeinde Gries am Brenner, Karl Mühlsteiger. Hintergrund ist die hohe Verkehrsbelastung entlang der Transitroute. Viele Bewohner leiden nach eigenen Angaben unter Lärm, Feinstaub und regelmäßigen Staus.
Für Autos und Motorräder ist die Strecke von Italien nach Österreich am Samstag ab 10.30 Uhr gesperrt. In der Gegenrichtung von Österreich nach Italien gilt die Sperre von 11 Uhr bis 19 Uhr. Für Lastwagen greifen die Beschränkungen bereits deutlich früher.
Auch Ausweichrouten stark belastet
Nach Einschätzung des ADAC bieten auch andere Alpenrouten kaum Entlastung. Als mögliche Umfahrungen gelten zwar Gotthard, San Bernardino oder der Reschenpass. Auch dort drohen jedoch lange Staus.
Zusätzlich plant das Bundesland Salzburg am Samstag Abfahrtssperren entlang der Tauernautobahn A10. Dadurch könnte auch diese Route für viele Reisende aus dem Südwesten zur Geduldsprobe werden. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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