Bodycams an Bahnhöfen starten ab heute bei der DB
- Die Deutsche Bahn führt ab heute Bodycams für Service-Mitarbeitende an Bahnhöfen ein. Die Geräte sollen Konflikte entschärfen und die Sicherheit an Bahnhöfen erhöhen.
- Foto: Deutsche Bahn AG / Volker Emersleben
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Frankfurt am Main. Reisende und Beschäftigte an Bahnhöfen sollen ab heute besser geschützt werden. Die Deutsche Bahn stattet dafür nun auch Mitarbeitende im Service schrittweise mit Bodycams aus.
Die ersten Geräte sind nach Angaben der Deutschen Bahn unter anderem an den Hauptbahnhöfen in Frankfurt am Main und Bielefeld im Einsatz. Insgesamt 2.700 Kolleginnen und Kollegen im Bahnhofsservice und in der Stationsbetreuung erhalten die Möglichkeit, eine Bodycam zu tragen. Die Nutzung bleibt freiwillig.
Was sich an Bahnhöfen jetzt ändert
Die Kameras sind Teil eines erweiterten Sicherheitskonzepts an den Stationen. Nach Angaben der Bahn können Mitarbeitende an 50 Bahnhöfen bereits zusätzlich einen Hilferufknopf nutzen. Mit diesem sogenannten Prio-Ruf lässt sich unauffällig und schnell Unterstützung durch Sicherheitskräfte anfordern.
Nach den Angaben der DB InfraGO soll der Einsatz der Bodycams vor allem Konflikte entschärfen und Übergriffe verhindern. Mitarbeitende von DB Sicherheit tragen solche Kameras an Bahnhöfen bereits seit Jahren.
Schulung vor dem Einsatz
Bevor die Geräte genutzt werden, absolvieren die Beschäftigten eine Schulung. Dabei geht es um Einsatzbedingungen, Rechtsgrundlagen, Kennzeichnungspflichten sowie die praktische Bedienung.
Katja Hüske, Vorständin Personenbahnhöfe der DB InfraGO AG, nennt die Bodycams einen weiteren Baustein im Sicherheitskonzept der Bahnhöfe. Zuvor hatte die Bahn bereits ein Alkoholkonsumverbot an 5.400 Bahnhöfen angekündigt. Dieses soll schrittweise bis Donnerstag, 15. Oktober, umgesetzt werden.
Warum die Bahn nachrüstet
Hintergrund sind steigende Angriffe auf Beschäftigte. Im ersten Halbjahr kam es laut Deutscher Bahn zu 50 Übergriffen gegen Servicemitarbeitende in Bahnhöfen. Sicherheitskräfte in Zügen oder an Bahnhöfen wurden rund 300 Mal angegriffen.
In Regionalzügen registrierte die DB Regio im gleichen Zeitraum 989 Angriffe auf Mitarbeitende. Darunter waren 781 Fälle einfacher Körperverletzung, 185 versuchte Körperverletzungen und 22 schwere Körperverletzungen. Die Ausweitung der Bodycams ist Teil des „Aktionsplans für mehr Sicherheit auf der Schiene“, den die Bahn gemeinsam mit Bund, Ländern, Gewerkschaften und der Verkehrsbranche beschlossen hat.
- Bodycams werden ab sofort schrittweise für Servicekräfte an Bahnhöfen eingeführt.
- Die ersten Einsätze laufen unter anderem in Frankfurt am Main und Bielefeld.
- 2.700 Beschäftigte können die Geräte freiwillig tragen.
- An 50 Bahnhöfen gibt es zusätzlich bereits den stillen Hilferuf per Prio-Ruf.
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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