Blattläuse im Garten: Diese Nützlinge helfen
- Blattläuse im Garten haben weniger Chancen, wenn man darauf achtet, Nützlingen Rückzugsorte anzubieten. Kleine Insektenhotels bieten hilfreichen Insekten Schutz.
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Blattläuse im Garten. Marienkäfer, Florfliegen oder Schwebfliegen können Blattläuse, Spinnmilben und andere Pflanzenschädlinge deutlich reduzieren. Wer ihnen im Garten oder auf dem Balkon passende Bedingungen bietet, muss oft weniger eingreifen und kann Pflanzen natürlicher schützen.
Wenn im Frühjahr alles zu wachsen beginnt, tauchen meist auch Schädlinge auf. Nützlinge wirken hier als natürliche Gegenspieler. Sie helfen dabei, Blattläuse, Thripse oder Milben in Schach zu halten, erklärt der Industrieverband Agrar (IVA).
Zu den wichtigsten Helfern im Garten gehören unter anderem:
- Marienkäferlarven, die große Mengen Blattläuse fressen
- Florfliegenlarven gegen Thripse, Spinnmilben und Blattläuse
- Schwebfliegenlarven, die ebenfalls vor allem Blattläuse vertilgen
- Raubwanzen und Laufkäfer gegen verschiedene Schädlinge
Vor dem Sommer lassen sich gute Bedingungen schaffen, damit sich diese Tiere natürlich ansiedeln. Zusätzlich sind im Fachhandel auch gezielt einsetzbare Nützlinge erhältlich, etwa Nematoden gegen Engerlinge, Dickmaulrüssler oder Larven von Trauermücken.
Blühpflanzen und Rückzugsorte locken Nützlinge an
Damit sich Nützlinge dauerhaft ansiedeln, braucht es im Garten oder auf dem Balkon ein vielfältiges Nahrungsangebot und geschützte Rückzugsorte.
Blühpflanzen liefern Pollen und Nektar für ausgewachsene Insekten. Besonders geeignet sind ungefüllte Blüten von Kräutern und Blumen. Dazu zählen zum Beispiel:
- Salbei, Dill und Fenchel
- Ringelblumen und Kornblumen
Auch Stauden können helfen, wenn sie dicht wachsen und vom frühen Frühjahr bis in den Herbst blühen. So finden Nützlinge über die gesamte Saison hinweg Nahrung. Offene Stellen im Beet lassen sich zusätzlich mit Bodendeckern schließen.
Der IVA empfiehlt außerdem, möglichst heimische Pflanzenarten zu wählen. Hinweise wie „insektenfreundlich“ im Gartenfachhandel können eine Orientierung geben.
Auch Balkon und Zimmerpflanzen profitieren
Selbst auf Balkon oder Terrasse lassen sich Nützlinge anlocken. Dafür eignen sich dicht bepflanzte Blumenkästen, Kräutertöpfe oder kleine Insektenhotels. Wichtig ist außerdem, diese Bereiche möglichst wenig zu stören.
An warmen Tagen hilft auch eine flache Wasserschale als Trinkstelle. Steine oder Holzstücke dienen dabei als Landehilfe für Insekten.
Nützlinge können sogar bei Zimmerpflanzen eingesetzt werden. Gegen Schädlinge im Innenraum kommen beispielsweise Raubmilben, Nematoden oder Florfliegenlarven infrage.
Pflanzenschutzmittel sollten laut IVA erst dann genutzt werden, wenn andere Maßnahmen wie Absammeln, Leimringe oder Gelb- und Blautafeln nicht mehr ausreichen. So bleibt der natürliche Schutz im Garten möglichst lange erhalten. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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