Blattläuse ade: Diese Gartenhelfer arbeiten im Verborgenen

Marienkäfer fressen Blattläuse und helfen so, Pflanzen im Garten gesund zu halten. (zu dpa: «Von Assel bis Spinne: So locken Sie Nützlinge in den Garten») | Foto: dpa
  • Marienkäfer fressen Blattläuse und helfen so, Pflanzen im Garten gesund zu halten. (zu dpa: «Von Assel bis Spinne: So locken Sie Nützlinge in den Garten»)
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Nützlinge im Garten fördern. Wer im Garten weniger Blattläuse, Raupen oder Schneckenlarven haben möchte, profitiert von vielen kleinen Helfern. Spinnen, Asseln, Käfer oder Regenwürmer gelten oft als unliebsame Gäste. Für Pflanzen und Boden sind sie jedoch wichtig, weil sie Schädlinge fressen oder organisches Material zersetzen.

Naturnahe Strukturen im Garten schaffen dafür die Grundlage. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) empfiehlt, nicht jede Ecke aufzuräumen. Liegen gelassenes Totholz oder Laubhaufen bieten feuchte und geschützte Lebensräume für Spinnen, Asseln oder Käferlarven. Diese wiederum dienen etwa Igeln als Nahrung.

Auch dichter Bewuchs hilft vielen Arten. Kletterpflanzen und Hecken bieten Vögeln geschützte Plätze. Gleichzeitig finden Insekten und kleine Säugetiere dort Nahrung und Rückzugsorte.

Mehr Vielfalt im Garten schafft stabile Lebensräume

Ein Teich mit flachen Uferzonen und vielen Pflanzen kann zusätzliche Arten anziehen. Dort entwickeln sich zum Beispiel Libellenlarven oder Frösche. Auf Fische wird nach Einschätzung von Naturschutzverbänden häufig verzichtet, weil sie Laich und Larven fressen.

Weitere einfache Maßnahmen können die Bedingungen für Nützlinge verbessern:

  • Beete dicht bepflanzen
  • Rasen seltener mähen
  • heimische Wildstauden, Sträucher und Kräuter setzen
  • flache Wasserschalen aufstellen
  • einen Komposthaufen anlegen
  • torffreie Erde verwenden
  • auf Glyphosat und andere Pestizide verzichten

Viele Gartenhelfer arbeiten im Verborgenen

Je mehr Nützlinge im Garten leben, desto stabiler kann das ökologische Gleichgewicht sein. Blattläuse oder Raupen dienen beispielsweise als Nahrung für Vögel, Fledermäuse und verschiedene Insekten. Marienkäfer, Wespen, Heuschrecken oder Käfer fressen solche Tiere und können so Pflanzen indirekt schützen.

Andere Arten verbessern vor allem den Boden. Asseln zersetzen abgestorbenes Laub und verwandeln es in Humus. Regenwürmer lockern den Boden und verbessern die Bedingungen für den Anbau von Obst und Gemüse. Auch Ameisen tragen zur Zersetzung organischer Stoffe bei und belüften den Boden.

Bestimmte Pflanzen ziehen einzelne Nützlinge besonders an. Nach Angaben des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu) profitieren zum Beispiel:

  • Marienkäfer von Heckensträuchern sowie Wildkräutern wie Minze, Kornblume, Ringelblume oder Schafgarbe
  • Schlupfwespen von Doldenblütlern wie Gelber Schafgarbe oder Großem Engelwurz
  • Laufkäfer von Klee, Hecken und Bodendeckern

Ein naturnaher Garten mit vielen Pflanzenarten, Rückzugsorten und wenig Eingriffen erhöht die Chance, dass sich solche Nützlinge dauerhaft ansiedeln und Pflanzen auf natürliche Weise geschützt werden. dpa/red

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Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

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