Bis zu 10 Kilometer Reserve fürs E-Auto mit Powerstation
- Keine Sorge vor zu geringer Reichweite: Größere Batterien, ein engmaschigeres Ladenetz und integrierte Navigationssysteme machen die Streckenplanung einfacher und sorgen für eine zuverlässige Stromversorgung.
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Powerstation fürs E-Auto. Eine Powerstation kann einem E-Auto unter günstigen Bedingungen genug Strom für rund zehn zusätzliche Kilometer liefern. Als Notreserve hilft sie etwa, eine sichere Stelle oder die nächste Lademöglichkeit zu erreichen. Einen normalen Ladestopp ersetzt der tragbare Akku nicht.
Die Reichweitenangst ist bei modernen Elektroautos meist weniger begründet als bei frühen Modellen. Der Auto Club Europa verweist auf größere Fahrzeugakkus, ein dichteres Ladenetz und die Routenplanung im Fahrzeug, die Ladestand, Strecke und verfügbare Ladepunkte einbezieht.
Eine Powerstation hilft nur in Ausnahmefällen
Die großen Akkus mit 230-Volt-Steckdose funktionieren ähnlich wie Powerbanks für Handy oder Notebook. Über ein passendes Ladegerät können sie einem E-Auto Energie zuführen. Das kann relevant werden, wenn eine eingeplante Ladesäule defekt ist, die Restreichweite bei Kälte sinkt oder der angezeigte Akkustand unerwartet schneller fällt.
Als praktische Notlösung kommen Powerstations vor allem in diesen Situationen infrage:
- um ein Fahrzeug vom Pannenstreifen oder einer anderen ungünstigen Stelle wegzubewegen
- um die letzten Kilometer nach Hause oder zu einer funktionierenden Ladesäule zu schaffen
- um eine Wartezeit auf den Pannendienst zu überbrücken
1 Kilowattstunde bringt in der Praxis etwa 10 Kilometer
Die Kapazität begrenzt den Nutzen deutlich. Geräte mit 1 Kilowattstunde wiegen im Schnitt bereits rund 12 Kilogramm. Bei 2 Kilowattstunden sind schnell etwa 25 Kilogramm erreicht. Günstige Modelle mit 1 Kilowattstunde kosten laut „Computer Bild“ etwa 400 Euro, Geräte mit 2 Kilowattstunden ungefähr das Doppelte.
Die Zeitschrift rechnet vor, dass von einer Powerstation mit 1 Kilowattstunde in der Praxis höchstens 0,8 Kilowattstunden im Fahrzeugakku ankommen. Das reicht bei sparsamer Fahrweise und maximal Tempo 50 unter bestimmten Bedingungen für rund 10 Kilometer. Eine Powerstation mit 2 Kilowattstunden kann diese Reserve ungefähr verdoppeln. Der Ladevorgang dauert je nach Gerät etwa 30 bis 45 Minuten.
Kompatibilität und Transport entscheiden mit
Damit das Laden funktioniert, müssen Powerstation, Ladekabel und Fahrzeugeinstellungen zusammenpassen. Besonders die Ladeleistung des Autos kann angepasst werden müssen. Auch der schwere Zusatzakku sollte während der Fahrt sicher verstaut sein.
Für lange Fahrten bleibt die Ladeplanung entscheidend. Eine Powerstation ist eine zusätzliche Notreserve für wenige Kilometer, nicht aber ein Reichweitenverlängerer. [dpa/red]
Autor:dpa content aus Ludwigshafen |