Bettwäsche waschen: Dieser Fehler bei Temperatur und Programm passiert besonders oft

Beim Waschen der Bettwäsche gibt es einige Fehler, die man vermeiden sollte. | Foto: Paweł Michałowski/stock.adobe.com
  • Beim Waschen der Bettwäsche gibt es einige Fehler, die man vermeiden sollte.
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Bettwäsche waschen. Viele Bettbezüge landen ganz automatisch im Standardprogramm und bei einer Temperatur, die einfach nach Gefühl gewählt wird. Genau das ist beim Bettwäschewaschen ein häufiger Fehler, denn nicht jedes Material verträgt dieselbe Pflege und auch hygienisch ist nicht immer dieselbe Gradzahl sinnvoll.

Bettwäsche waschen klingt erstmal simpel, läuft im Alltag aber oft nach dem gleichen Muster ab: alles zusammen in die Maschine, ein vertrautes Programm auswählen und lieber etwas heißer waschen, um auf Nummer sicher zu gehen. Genau diese Routine führt häufig zu Waschfehlern. Manche Stoffe werden unnötig strapaziert, andere nicht hygienisch genug gereinigt. Entscheidend sind deshalb nicht Gewohnheit oder Bauchgefühl, sondern Material, Pflegehinweise und der tatsächliche Bedarf.

Wie häufig sollte man Bettwäsche wechseln und waschen?

Ein häufiger Fehler ist nicht nur die falsche Temperatur, sondern auch ein zu seltener Wechsel. Laut Persil sollte Bettwäsche im Normalfall etwa alle zwei Wochen gewaschen werden. In dieser Zeit sammeln sich Schweiß, Hautschüppchen, Pflegeprodukt-Reste und Staub im Stoff an. Wer Bezüge deutlich länger benutzt, schläft zwar nicht automatisch unhygienisch, schafft aber auf Dauer keine besonders frische Umgebung.

Noch schneller wird Bettwäsche zum Hygiene-Thema, wenn stark geschwitzt wird oder im Schlafzimmer hohe Temperaturen herrschen. Dann ist ein wöchentlicher Wechsel sinnvoll. Das gilt auch für Allergikerinnen und Allergiker, weil sich Hausstaubmilben in Betttextilien besonders wohlfühlen. Auch bei Krankheit ist häufigeres Waschen empfehlenswert.

Die wichtigsten Regeln beim Bettwäschewaschen:

  • Bettwäsche sollte meist alle zwei Wochen gewaschen werden.
  • Bei starkem Schwitzen, Allergien oder Krankheit ist ein wöchentlicher Wechsel sinnvoll.
  • 40 Grad reichen oft für normal verschmutzte Bettwäsche aus.
  • 60 Grad sind vor allem bei höherem Hygienebedarf wichtig.
  • Das Waschprogramm muss zum Material passen: Baumwolle verträgt meist Standardprogramme, empfindliche Stoffe nicht.
  • Bettwäsche und Spannbettlaken können zusammen gewaschen werden, wenn Material, Farbe und Temperatur zusammenpassen.

Kann man Bettwäsche und Spannbettlaken zusammen waschen?

Viele werfen Bettwäsche und Spannbettlaken grundsätzlich gemeinsam in die Trommel. Das ist zwar nicht automatisch falsch, aber auch hier passiert oft ein typischer Fehler: Es wird nicht darauf geachtet, ob Materialien, Farben und empfohlene Waschtemperaturen überhaupt zusammenpassen. Ein Baumwoll-Laken bei 60 Grad mit empfindlicher Satinbettwäsche zu waschen, ist keine gute Idee.

Wenn Stoffart und Pflegehinweise ähnlich sind, können Bettwäsche und Spannbettlaken problemlos zusammen gewaschen werden. Das spart sogar oft Zeit und Energie. Wichtig ist nur, die Trommel nicht zu voll zu machen, damit sich die Wäsche frei bewegen kann und wirklich sauber wird. Sonst bleibt trotz richtigem Waschgang am Ende oft nur halbsaubere Bettwäsche zurück, wie Utopia berichtet.

Kann man Bettwäsche auch bei 40 Grad waschen?

Oft wird unterschätzt. dass man Bettwäsche auch bei 40 Grad waschen kann. Viele gehen immer noch davon aus, dass Bettwäsche nur bei hohen Temperaturen richtig sauber wird. Für normal verschmutzte Bettwäsche reichen 40 Grad aber in vielen Fällen aus. Das gilt besonders dann, wenn die Bezüge regelmäßig gewechselt werden und keine besonderen hygienischen Anforderungen bestehen.

40 Grad sind außerdem oft die bessere Wahl, wenn Farben und Fasern geschont werden sollen. Gerade empfindlichere Stoffe wie Mako-Satin profitieren davon. Aus reiner Vorsicht wird zu heiß gewaschen, obwohl es gar nicht nötig wäre. Das kann die Lebensdauer der Bettwäsche unnötig verkürzen.

Soll man Bettwäsche bei 60 Grad waschen?

60 Grad gelten für viele als sichere Standardlösung, wenn es um das Wäschewaschen geht. Ganz falsch ist das nicht, aber eben auch nicht immer notwendig. Sinnvoll sind 60 Grad vor allem dann, wenn Hygiene besonders wichtig ist, etwa bei Allergien, Krankheit oder sehr starkem Schwitzen. Bei dieser Temperatur lassen sich Milben, Keime und Bakterien zuverlässiger reduzieren.

Der häufige Fehler besteht darin, 60 Grad entweder immer oder nie zu nutzen. Beides greift zu kurz. Wer empfindliche Stoffe grundsätzlich zu heiß wäscht, belastet das Material unnötig. Wer bei erhöhtem Hygienebedarf dauerhaft zu kühl wäscht, bekommt die Wäsche unter Umständen nicht so sauber, wie es sinnvoll wäre. Die bessere Lösung ist deshalb nicht pauschal „heißer ist besser“, sondern: so heiß wie nötig und so schonend wie möglich.

In welchem Programm wäscht man Bettwäsche?

Auch beim Waschprogramm passiert oft derselbe Denkfehler: Hauptsache ein normales Programm, der Rest wird schon passen. Genau das ist aber riskant, weil Bettwäsche nicht gleich Bettwäsche ist. Weiße Baumwollbettwäsche kann meist problemlos im Koch- oder Weißwäscheprogramm gewaschen werden, farbige Baumwolle in der Regel im Buntwäscheprogramm.

Anders sieht es bei empfindlichen Materialien aus. Seide, Satin oder Wolle brauchen ein Feinwasch- oder Wollprogramm, damit Fasern und Oberfläche nicht beschädigt werden. Wer hier aus Gewohnheit das falsche Programm auswählt, riskiert schneller ausgeblichene Farben, rauere Stoffe oder unnötigen Verschleiß. Auch beim Schleudern lohnt sich Zurückhaltung. Empfindliche Bettwäsche sollte eher mit niedrigeren Drehzahlen gewaschen werden.

Autor:

Sarah Isele aus Mannheim-Nord

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