Besser schlafen fürs Herz: Warum 7 Stunden so wichtig sind
- Gut geschlafen? Wie schön - auch für die Gesundheit von Herz und Gefäßen.
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Besser schlafen fürs Herz. Ausreichend Schlaf kann das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken und hilft dem Körper, sich nachts zu regenerieren. Für Erwachsene gilt nach Einschätzung der Deutschen Herzstiftung im Schnitt eine Schlafdauer von sieben Stunden pro Nacht als sinnvoll.
Zu wenig Schlaf stört das nächtliche Reparaturprogramm des Körpers. Dadurch steigt die Menge an aggressiven Sauerstoffverbindungen, sogenannten freien Radikalen. Sie können Zellen und Gewebe angreifen und schwelende Entzündungen fördern.
Diese Entzündungen können mit der Zeit die empfindliche Innenschicht der Blutgefäße schädigen. Das begünstigt Arteriosklerose, bei der sich Blutfette, Blutgerinnsel und Kalk in den Gefäßwänden ablagern. Nach Angaben der Herzstiftung ist das die wichtigste Ursache für Herzinfarkte, Herzschwäche und Schlaganfälle.
Schlafapnoe setzt Herz und Kreislauf zusätzlich unter Druck
Auch nächtliche Atemaussetzer belasten das Herz. Bei einer Schlafapnoe wachen Betroffene nachts durch Atemaussetzer immer wieder kurz auf, teils bis zu 300 Mal. Tagsüber fühlen sie sich deshalb oft erschöpft.
Für den Körper bedeutet das eine anhaltende Ausschüttung von Stresshormonen und einen Anstieg des Blutdrucks. Wer auf starkes Schnarchen und regelmäßige Atempausen hingewiesen wird, sollte das medizinisch abklären lassen. Denn: «Eine unbehandelte Schlafapnoe erhöht das Risiko für Herzinfarkt, Herzschwäche und Schlaganfall und verkürzt die Lebenserwartung», so Prof. Anhil-Martin Sinha aus dem wissenschaftlichen Beirat der Herzstiftung.
Regelmäßige Schlafzeiten können den Alltag spürbar entlasten
Die Studienlage deutet laut Herzstiftung darauf hin, dass langfristig weniger als fünf Stunden oder mehr als neun Stunden Schlaf mit einem höheren allgemeinen Erkrankungsrisiko verbunden sind. Deshalb wird für Erwachsene heute im Durchschnitt eine Schlafdauer von sieben Stunden pro Nacht empfohlen.
Für besseren Schlaf kann es helfen, Einschlaf- und Aufwachzeiten möglichst konstant zu halten, auch am Wochenende. Die Abweichung sollte idealerweise nicht mehr als 30 Minuten betragen. Studien legen nahe, dass regelmäßige Schlafzeiten für die Herzgesundheit bedeutsam sein können, vor allem bei eher kurzer Schlafdauer.
Auch feste Abendroutinen wie Entspannungsübungen, Meditation oder Lesen können das Einschlafen erleichtern. Regelmäßiger Sport stärkt nicht nur das Herz-Kreislauf-System, sondern kann auch den Schlaf verbessern. Späte Trainingseinheiten wirken jedoch oft eher aktivierend, deshalb gilt Bewegung vor 18 Uhr meist als günstiger.
Damit wird aus ausreichend Schlaf kein Nebenthema, sondern ein wichtiger Baustein für die Herzgesundheit. dpa/red
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |