Besser konzentrieren bei der Arbeit: Abendbild gegen Ablenkung

Wer sich morgens vorstellt, wie er den Abend verbringen möchte, kann tagsüber fokussierter arbeiten. | Foto: Christin Klose/dpa-mag
  • Wer sich morgens vorstellt, wie er den Abend verbringen möchte, kann tagsüber fokussierter arbeiten.
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  • hochgeladen von Cornelia Bauer

Besser konzentrieren bei der Arbeit. Wer morgens kurz das eigene Abend-Ich vor Augen hat, kann soziale Medien und E-Mails im Job leichter ausblenden. Das soll helfen, konzentrierter durch den Arbeitstag zu kommen und abends entspannter anzukommen.

Darauf weist die US-Psychologin und Autorin Gloria Mark in einem Beitrag im Magazin «BBC Science Focus» hin. Mark ist Professorin für Informatik an der University of California in Irvine und erforscht seit Jahren, wie Ablenkung am Arbeitsplatz Produktivität und Wohlbefinden beeinflusst.

Eine vielzitierte Erkenntnis aus ihrer Forschung zeigt, wie schnell die Aufmerksamkeit am Bildschirm springt. Im Schnitt bleiben Menschen bei der Bildschirmarbeit nur 47 Sekunden bei einem einzigen Fenster oder Programm, bevor sie zu etwas anderem wechseln. Das ergaben Studien aus den Jahren 2016 bis 2020, die Mark und andere Forschergruppen mit Computer-Logging-Methoden durchgeführt haben.

Ein konkretes Abendbild kann Impulse bremsen

Als Gegenmittel empfiehlt die Forscherin unter anderem die Visualisierung des sogenannten «Future Self». Gemeint ist ein möglichst konkretes inneres Bild vom eigenen Abend, etwa entspannt mit Familie und Freunden, bei einem Buch oder bei einem Spaziergang.

Statt nur mit einer allgemeinen Absicht in den Tag zu starten, soll dieses Bild einen klaren Bezug zum Alltag schaffen. Den Impuls, zwischendurch soziale Medien oder E-Mails zu prüfen, lasse sich so laut Mark besser unterdrücken. «Wie will ich mich um 19 Uhr fühlen?» - diese eine Frage kann laut Mark bereits ausreichen, um weniger in Ablenkungsschleifen zu geraten.

Für den Arbeitsalltag bedeutet das vor allem eine einfache Orientierung. Nicht abstrakte Selbstoptimierung steht im Vordergrund, sondern ein konkretes Zielbild für den Abend. dpa/red

Autor:

Sarah Isele aus Mannheim-Nord

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