Arbeiten bis 67? Für viele Beschäftigte in Rheinland-Pfalz keine Option
- 59 Prozent der älteren Beschäftigten wollen einer Umfrage zufolge früher in Rente. (Symbolbild)
- Foto: Daniel Naupold/dpa
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Rheinland-Pfalz. Für viele Beschäftigte ab 50 ist Arbeiten bis zur regulären Altersgrenze keine realistische Option. In Rheinland-Pfalz plant laut einer Untersuchung der DAK-Gesundheit eine Mehrheit den vorzeitigen Ruhestand.
59 Prozent der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ab 50 Jahren wollen früher in Rente gehen. Damit liegt Rheinland-Pfalz nach Angaben der Krankenkasse über dem Bundesdurchschnitt. 28 Prozent möchten bis zur regulären Altersgrenze arbeiten. Weitere 12 Prozent können sich vorstellen, noch länger erwerbstätig zu bleiben. Über alle Altersgruppen hinweg denken 44 Prozent der Beschäftigten im Land über einen früheren Ausstieg nach.
Was ältere Beschäftigte länger im Beruf halten könnte
Für ein längeres Berufsleben nennen viele vor allem bessere Rahmenbedingungen. In der Befragung wurden besonders häufig diese Punkte genannt.
- Höhere Bezahlung für 48 Prozent
- Passendere Arbeitszeiten für 44 Prozent
- Mehr Wertschätzung für 40 Prozent
DAK-Landeschef Rainer Lange sagte, hinter den Zahlen stünden Menschen, die sich Gesundheit, Anerkennung und gute Arbeitsbedingungen bis zum Ende ihres Berufslebens wünschten. Wer erfahrene Beschäftigte länger im Beruf halten wolle, müsse deren Lebensrealität ernst nehmen.
Seltener krankgeschrieben, aber länger ausgefallen
Der Gesundheitsreport „Arbeiten ab 50“ zeigt zugleich ein gemischtes Bild beim Krankenstand. Beschäftigte ab 50 Jahren fehlten 2025 seltener als Jüngere. Auf 100 Versicherte kamen 170 Krankmeldungen. Bei den unter 50-Jährigen waren es 219. Wenn Ältere krankgeschrieben waren, dauerte der Ausfall im Schnitt aber deutlich länger. Sie fehlten durchschnittlich 16,9 Tage. Jüngere Beschäftigte kamen auf 8,5 Tage.
Grundlage der Untersuchung waren unter anderem Daten von rund 144.000 erwerbstätigen DAK-Versicherten in Rheinland-Pfalz. Eine mögliche Aktivrente stößt zwar auf grundsätzliches Interesse. 68 Prozent der Befragten ab 50 Jahren stehen dem Modell offen gegenüber. Eine klare Mehrheit mit konkreter Nutzungsabsicht gibt es laut DAK aber nicht. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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