Algen und Sauerstoffmangel: So bleibt der Gartenteich stabil
- Endlich Sommer! Mit der richtigen Pflege bleibt der Gartenteich auch bei Hitze im Gleichgewicht.
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Gartenteich im Sommer stabil halten. Hohe Temperaturen können das Wasser schnell aus dem Gleichgewicht bringen und Fische sowie Pflanzen belasten. Besonders kleinere Teiche reagieren empfindlich auf Hitze, Verdunstung und zu viele Nährstoffe. Wer typische Warnzeichen kennt, kann rechtzeitig gegensteuern.
Steigende Temperaturen machen den Gartenteich zwar zu einer beliebten Abkühlung im Garten. Gleichzeitig verändern sie jedoch wichtige Wasserwerte. Da viele Teiche keinen dauerhaften Frischwasserzulauf haben, sammeln sich Nährstoffe schneller an und der Sauerstoffgehalt kann sinken.
Der Bundesverband für fachgerechten Natur-, Tier- und Artenschutz (BNA) empfiehlt, die Wasserwerte im Frühjahr und Sommer etwa alle zwei Wochen zu kontrollieren. Besonders drei Probleme treten in der warmen Jahreszeit häufig auf.
Hitze senkt den Sauerstoffgehalt im Wasser
Erwärmt sich das Wasser stark, kann der Sauerstoffgehalt sinken. Vor allem flache Teiche heizen sich schnell auf. Steigt die Wassertemperatur über 24 Grad, wird es für Fische zunehmend belastend.
Warnzeichen sind Fische, die apathisch wirken, häufiger an der Oberfläche schwimmen oder nach Luft schnappen. In solchen Situationen können technische Hilfen den Sauerstoffgehalt erhöhen.
- Belüftungspumpen
- Oxydatoren, die chemisch Sauerstoff ins Wasser abgeben
Auch Schatten kann helfen, die Temperatur zu senken. Möglich sind etwa Sonnensegel oder schattenspendende Bereiche rund um den Teich. Gefüttert wird in Hitzephasen besser morgens oder abends und eher in zwei bis vier kleineren Portionen.
Sinkender Wasserstand durch Verdunstung
Bei hohen Temperaturen verdunstet mehr Wasser. Gerade in längeren Hitzeperioden lohnt ein regelmäßiger Blick auf den Wasserstand. Fehlendes Wasser kann mit Leitungswasser aufgefüllt werden, das im Gegensatz zu Regenwasser wichtige Mineralstoffe enthält.
Gleichzeitig sollte die Teichtechnik zuverlässig laufen. Filteranlagen tragen dazu bei, überschüssige Nährstoffe aus dem Wasser zu entfernen.
Algen wachsen bei Wärme besonders stark
Wärme und zusätzliche Nährstoffe aus Laub, Pollen oder zu viel Fischfutter fördern im Sommer häufig ein starkes Algenwachstum. Dadurch kann das biologische Gleichgewicht im Teich kippen.
Zur Kontrolle der Algen kommen verschiedene Maßnahmen infrage:
- UV-C-Klärer zur Reduzierung von Schwebealgen
- Filtermaterialien, die Nährstoffe binden
- Algen regelmäßig von Hand entfernen
Auch abgestorbene Pflanzenteile sollten regelmäßig aus dem Wasser genommen werden. Teichpflanzen können zusätzlich helfen, weil sie Nährstoffe aufnehmen und Sauerstoff produzieren. Der BNA nennt unter anderem folgende Beispiele:
- Wasserpflanzen wie Krebsschere, Gewöhnlicher Wasserhahnenfuß oder Wasserfeder
- Uferpflanzen wie Schilfrohr oder Sumpf-Schwertlilie
Regelmäßige Kontrolle der Wasserwerte und einfache Pflegeschritte können dazu beitragen, dass der Gartenteich auch in heißen Sommerphasen stabil bleibt. dpa/red
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |