A Million Yard Stare: Erster deutscher Preis in Pietrelcina
- A Million Yard Stare: Das Drama über die psychischen Folgen von Krieg und Flucht erhält in Pietrelcina eine internationale Auszeichnung.
- Foto: Webfilmland Productions
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A Million Yard Stare. Erstmals haben deutsche Filmschaffende den Premio Internazionale Padre Pio da Pietrelcina erhalten. Die Produzentin Jennifer Pengel und der Regisseur Ravi Gautam nahmen die Auszeichnung am 10. Oktober im italienischen Pietrelcina für ihr Drama entgegen.
Die Ehrung kam überraschend, denn Pengel und Gautam ergänzten das Programm der 25. Jubiläums-Ausgabe kurzfristig als unangekündigte Gäste. Zwei Tage zuvor hatte das Drama beim Social Film Festival ArTelesia im nahe gelegenen Benevento seine Weltpremiere gefeiert.
Für das Team der hannoverschen Webfilmland Productions wurde die Reise damit zu einer Woche mit internationaler Aufmerksamkeit. Der Preis würdigt berufliche, kulturelle oder soziale Arbeit für das Gemeinwohl und stellt Menschenwürde, Solidarität sowie die Zuwendung zu leidenden Menschen in den Mittelpunkt.
A Million Yard Stare: Ein Drama über die Folgen des Krieges
Im Zentrum steht der ukrainische Junge Roma, der durch die Schrecken des Krieges traumatisiert wurde. Seine Mutter Oxana versucht, ihm Vertrauen und Lebensfreude zurückzugeben, und findet in der Zirkuskunst einen Zugang zu ihrem Sohn, nachdem Worte nicht mehr ausreichen.
Der Film zeigt keine Frontlinien, sondern konzentriert sich auf die psychologischen Folgen von Krieg und Flucht, besonders für Kinder. Dabei macht die Geschichte deutlich, dass körperliche Sicherheit allein keine Heilung bedeutet und hinter jeder Fluchtstatistik ein einzelnes Schicksal steht.
Geflüchtete wirkten vor und hinter der Kamera mit
Zahlreiche Geflüchtete arbeiteten direkt vor und hinter der Kamera mit. Ihre Erfahrungen von Vertreibung und Neubeginn flossen in die filmische Erzählung ein.
„Diese Auszeichnung hat uns völlig unvorbereitet getroffen und tief berührt", erklärt die Produzentin Jennifer Pengel. Die Jury sah in der Verbindung von Kunst, Mitgefühl und gesellschaftlicher Verantwortung eine Nähe zu den Werten des Preises.
„Es zeigt uns, dass Kino Grenzen überwinden kann", sagt Pengel. Mit der Auszeichnung reihen sich Pengel und Gautam unter frühere Preisträger wie den Regisseur Franco Zeffirelli, die Schauspielerin Claudia Gerini und den Journalisten Enzo Biagi ein. [red]
Autor:Film und Fernsehen: Shows, Serien und Stars aus Ludwigshafen |