37°Leben: Zwei Frauen erzählen, was Deepfake-Pornos anrichten
- 37°Leben rückt Deepfakes in den Fokus und zeigt, wie Betroffene mit den Folgen digitaler Gewalt umgehen. Die Doku begleitet Atessa und Theresia auf ihrem Weg, sich zu wehren.
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37°Leben. Was passiert, wenn plötzlich pornografische Bilder mit dem eigenen Gesicht im Netz auftauchen, obwohl sie nie existiert haben? Genau darum geht es in „Deepfakes – Leben nach digitaler Gewalt“, das am 9. August um 9.03 Uhr im ZDF läuft.
Im Mittelpunkt stehen Atessa und Theresia. Beide entdecken Fake-Profile mit sexualisierten Inhalten, die mit ihren Identitäten erstellt und online verbreitet wurden, und erzählen, wie sehr das ihren Alltag verändert.
Was Atessa und Theresia nach dem Fund der Fakes erleben
Theresia beschreibt die erste Reaktion sehr direkt: „Ich habe mich geschämt, ich habe mich geekelt“, sagt sie. Atessa fasst ihr Gefühl so zusammen: Sie fühlt sich „klein, machtlos und wehrlos“.
Beide versuchen, die Bilder und Profile aus dem Netz zu bekommen. Panikattacken, Selbstzweifel und ein ständiges Gefühl von Schutzlosigkeit prägen dabei ihren Alltag.
37°Leben: Der Weg raus aus der Ohnmacht
Atessa und Theresia wollen nicht in der Opferrolle bleiben. Sie suchen nach den Tätern, machen ihre Geschichten öffentlich und setzen sich für die Rechte anderer Betroffener ein.
Theresia sagt über diesen Schritt: „Es hat mir geholfen, nicht nur Betroffene zu sein, sondern auch Expertin“, sagt die Aktivistin. Atessa setzt inzwischen stärker auf Sport, um den Kopf freizubekommen und ihr Körperbild selbst zu definieren: „Ich bin deutlich stärker als diese Schwächlinge, die die Fake-Bilder kommentiert haben“, sagt sie.
Begleitet für die Doku
Autorin Alesia Harrer hat die beiden Frauen für „37°Leben“ begleitet. „Deepfakes – Leben nach digitaler Gewalt“ läuft am 9. August um 9.03 Uhr im ZDF. [red]
Autor:Stephanie Walter aus Wochenblatt Kaiserslautern |