37°: Aus Albrecht Weinbergs TV-Doku wird ein Kinofilm

Albrecht Weinberg: Am Internationalen Holocaust-Gedenktag erinnert er an seine in Auschwitz ermordeten Eltern Flora und Alfred. | Foto: ZDF, Foto: Jesco Denzel
  • Albrecht Weinberg: Am Internationalen Holocaust-Gedenktag erinnert er an seine in Auschwitz ermordeten Eltern Flora und Alfred.
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Die Nummer auf meinem Arm – Albrecht Weinberg und seine Geschichte. Aus der 37°-Dokumentation über den Holocaust-Überlebenden Albrecht Weinberg ist ein Kinofilm geworden. „Albrecht Weinberg. Es ist immer in meinem Kopf” startet am 10. September in deutschen Kinos und erzählt seine Geschichte in 90 Minuten.

Im Zentrum steht Weinbergs Weg zurück nach Deutschland: 2012 kehrte der gebürtige Ostfriese nach 60 Jahren im Exil in den USA zurück. Danach klärte er an Schulen, in Gedenkstätten und bei Veranstaltungen über die Verbrechen des Holocaust auf und arbeitete gegen das Vergessen.

Albrecht Weinbergs Rückkehr nach Ostfriesland

In Leer fand Weinberg einen Neubeginn an der Seite von Gerda Dänekas, die zunächst seine Pflegerin war und später seine Freundin und Mitbewohnerin wurde. Er begann, von seinem Leben zu erzählen, zuerst ihr gegenüber und anschließend auch öffentlich. Dabei spielt auch eine Rolle, wie Menschen auf seine Berichte reagieren, und dass Weinberg vor allem junge Menschen erreichen wollte. Für ihn waren sie ein Beweis, „dass die Welt heute eine bessere ist als damals”.

Die Nummer auf meinem Arm – Albrecht Weinberg und seine Geschichte: Darum geht es

Weinberg wurde 1925 geboren und wuchs in Ostfriesland in Rhauderfehn auf. Das Familienleben, das er selbst als „schöne” Zeit beschreibt, endete nach der Machtergreifung Adolf Hitlers. Für die Familie begann eine Odyssee aus Verfolgung, Ausbeutung und Ermordung. Weinbergs Eltern wurden in Auschwitz ermordet, sein Bruder überlebte den Krieg und kam kurz darauf unter ungeklärten Umständen ums Leben.

Kinostart und später auch im ZDF

Zusammen mit seiner Schwester wanderte Weinberg nach dem Krieg in die USA aus und wollte Deutschland nie wiedersehen. Engagierte Bürgerinnen und Bürger aus Leer überzeugten ihn schließlich, zurückzukommen. Den Dokumentarfilm haben die Filmemacherinnen und Filmemacher Güner Jasemin Balci und Jesco Denzel umgesetzt. Albrecht Weinberg starb am 12. Mai im Alter von 101 Jahren, nach den Kinovorführungen zeigt auch das ZDF den Film. [red]

Autor:

Jens Vollmer aus Kaiserslautern

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