1.600 Hitzetote: Grüne fordern 14-Millionen-Euro-Sofortprogramm
- Die rheinland-pfälzische Grünen-Fraktion mit Chefin Katrin Eder will im Landtag über konkrete Maßnahmen zum Hitzeschutz sprechen. (Archivbild)
- Foto: Sebastian Christoph Gollnow/dpa
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Mainz. Für Patienten, Pflegebedürftige und Kommunen in Rheinland-Pfalz soll der Hitzeschutz nach dem Willen der Grünen-Fraktion schnell verbessert werden. Die Oppositionsfraktion fordert dafür ein Sofortprogramm über 14 Millionen Euro.
Das Geld soll nach Angaben der Fraktionsvorsitzenden Katrin Eder vor allem Krankenhäusern, Altenpflegeheimen und Kommunen gezielt zur Verfügung gestellt werden. Das Programm solle schnellstmöglich und mit Blick auf den nächsten Sommer aufgelegt werden.
Wofür das Geld gedacht ist
Nach Vorstellung der Grünen geht es um schnelle, kleine und konkrete Maßnahmen. Genannt wurden unter anderem:
- Ventilatoren
- mobile Klimaanlagen
- Unterstützung für besonders verletzliche Gruppen
In der Sitzung des rheinland-pfälzischen Landtags in der kommenden Woche wollen die Grünen dazu einen Antrag einbringen.
Kritik am bisherigen Hitzeaktionsplan
Eder verwies auf Schätzungen des Robert Koch-Instituts, wonach in Rheinland-Pfalz in diesem Jahr bereits etwa 1.600 Menschen infolge von Hitze gestorben seien. Besonders betroffen seien demnach Menschen, die zu Hause leben. Das unterstreiche die soziale Bedeutung des Hitzeschutzes.
Der Landesregierung wirft die Grünen-Politikerin vor, bisher keine konkreten Maßnahmen für die Menschen umzusetzen. Zwar gebe es einen Hitzeaktionsplan mit positiven Ansätzen. Dieser sei aber unverbindlich und nicht mit Geld hinterlegt. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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