Zuwachs bei Luchsen in Rheinland-Pfalz: 23 Tiere erfasst
- In Rheinland-Pfalz soll es weitere Auswilderungen von Luchsen geben. (Archivbild)
- Foto: Bodo Schackow/dpa
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Rheinland-Pfalz. Für Spaziergänger, Waldbesitzer und Tierhalter wird der Luchs in Rheinland-Pfalz wieder sichtbarer. Nach dem aktuellen Monitoring leben 23 Luchse in den Wäldern des Landes, wie das Umweltministerium in Mainz mitteilte. Darunter sind sieben Jungtiere. Vor fünf Jahren waren noch 15 Luchse registriert.
Warum neue Luchse ausgewildert werden
Die Tiere waren in einem mehrjährigen Projekt der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz sowie der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft wieder im Pfälzerwald angesiedelt worden. Ende Juni wurde erstmals seit Jahren wieder ein Luchs ausgewildert. Das Männchen Koda soll die genetische Vielfalt im Biosphärenreservat langfristig sichern.
Experten hatten zuletzt ein erhöhtes Risiko von Inzucht festgestellt. Nach Angaben des Ministeriums soll es bereits Paarungen verwandter Luchse gegeben haben. Als Folge sollen Jungtiere nicht überlebt haben. Um gegenzusteuern, sollen in den kommenden fünf Jahren jährlich ein bis zwei genetisch passende Luchse ausgewildert werden.
Was Tierhalter wissen sollten
Das Luchsmanagement läuft über das Koordinationszentrum Luchs und Wolf, kurz KLUWO. Im Vorjahr gab es nach Angaben der Experten sechs Fälle, in denen Luchse Schafe und Ziegen angegriffen haben. Hinzu kam ein Fall mit Gehegewild. Die Ausgleichszahlungen für Nutztierschäden lagen bei rund 9000 Euro. Das teilte das Umweltministerium auf eine parlamentarische Anfrage der AfD-Fraktion mit. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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