Zu wenig Regen: Experten beobachten sinkendes Grundwasser in Rheinland-Pfalz
- Der Grundwasserspiegel ändert sich nur langsam. (Archivbild)
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Mainz. Die natürlichen Wasserreserven im Boden entwickeln sich derzeit schwächer als üblich. In Rheinland Pfalz geht die Grundwasserneubildung nach Angaben des Landesamts für Umwelt aktuell von einer unterdurchschnittlichen Entwicklung aus.
Die Grundwasserstände liegen zwar weiterhin deutlich über dem Niveau der ausgeprägten Trockenjahre von 2018 bis 2023. Im Vergleich zum Jahr 2024 sind sie jedoch bereits zurückgegangen. Das teilte die Behörde auf Anfrage mit.
Sehr trockenes Jahr belastet Wasserreserven
Ein wichtiger Grund ist das insgesamt sehr trockene Jahr 2025. Auch das Winterhalbjahr 2025 und 2026 brachte bislang nur wenig Niederschlag. Wie stark sich das langfristig auf die Grundwasserstände auswirkt, lässt sich derzeit noch nicht abschließend beurteilen.
Nach Angaben des Landesamts reagieren Grundwasserspeicher häufig verzögert auf Niederschläge. Veränderungen bei der Neubildung zeigen sich deshalb oft erst Monate später in den Messwerten.
Deutlich weniger Neubildung als im Durchschnitt
Für das Jahr 2025 ermittelten Fachleute eine Grundwasserneubildung von rund 66 Millimeter pro Jahr. Im Jahr zuvor waren es noch 113 Millimeter. Zum Vergleich.
Der langfristige Durchschnitt der Jahre 1971 bis 2000 liegt bei etwa 98 Millimeter jährlich. Damit gilt 2025 nach Einschätzung der Experten als sehr trockenes Jahr.
Die Bewertung stützt sich auf Daten von 17 repräsentativen Messstellen im Land. Sie liefern Hinweise darauf, wie sich Niederschläge, Trockenperioden und Wettertrends auf die Wasserreserven im Boden auswirken. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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